Jüchen : Ende der Wallfahrtsoktav

Gestern machten sich die Pilger zum vorerst letzten Mal auf den Weg nach Neuenhoven. Dort ging in der Pfarrkirche St. Georg die diesjährige Wallfahrtsoktav zu Ende. Pilger und Pfarrer ziehen eine positive Bilanz.

Seit mehr als sechs Jahrhunderten ist Neuenhoven nun schon das Ziel zahlreicher Pilger, die dort in der katholischen Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Georg die 14 Nothelfer ehren. Gestern ging die diesjährige Wallfahrtsoktav zu Ende. Seit dem 30. Juni waren in Neuenhoven täglich zahlreiche Pilger zu mehreren, auf den ganzen Tag verteilten Gottesdiensten eingekehrt.

Bei den Predigen wechselten sich die Pfarrer Ulrich Clancett, Burkhard Kroh, Hermann Küppers und Lothar Wingender aus der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) ab. Sie blicken zufrieden auf eine erfolgreiche Wallfahrtswoche zurück, deren Gottesdienste fast immer voll besetzt waren.

Begeisterte Teilnehmer der Wallfahrtsoktav waren unter anderem die Mitglieder der Sankt-Matthias- Bruderschaft aus Jüchen. Sie gründete sich 1986 als eine von mehreren Sankt-Matthias-Bruderschaften in der Umgebung von Mönchengladbach.

Neben ihrer berühmten Pilgerreise nach Trier, die sie jedes Jahr an Pfingsten veranstalten, um das Apostelgrab des Heiligen Matthias zu besuchen, hat sich auch die Wallfahrt nach Neuenhoven zu einer Tradition entwickelt. Höhepunkt war dabei neben den Gottesdiensten der Fußmarsch von Jüchen zur Kapelle in Neuenhoven, die sie gestern als Abschluss der Oktav veranstalteten.

Früh morgens machten sie sich zu Fuß auf den Weg, um um acht Uhr an der Heiligen Messe und anschließend am gemeinsamen Frühstück in der Cafeteria teilzunehmen. Doch es gilt durchaus auch die altbekannte Weisheit: Der Weg ist das Ziel. Denn während des Fußmarsches nach Neuenhoven ergeben sich die besten Gelegenheiten, gemeinsam zu singen, zu beten oder sich ganz entspannt miteinander zu unterhalten. Insgesamt biete die Wallfahrt für sie eine gute Möglichkeit, "sich aus dem Alltag zu lösen, den Kopf frei zu bekommen und sich einmal ganz auf sich selbst und das Leben zu besinnen", so Bruderschaftsmitglied Willi Cremer (67).

Doch nicht nur Pilgergruppen erschienen zu den zahlreichen Gottesdiensten, auch für einzelne interessierte Leute aus der Umgebung gab es die Möglichkeit, die Veranstaltungen zu besuchen, die in diesem Jahr dem Thema "Credo – Ich glaube" folgte.

(NGZ)