Lennep: Bauarbeiten fordern Geduld der Anwohner

Lennep Offensiv : Bauarbeiten fordern Geduld der Anwohner

Über den Ausbau der Stadionkreuzung und den Flickenteppich in der Altstadt diskutierte Lennep Offensiv ausgiebig.

Nach dem Ausbau der Trecknase ist nun die lange Bauzeit an der Rader-/Ringstraße vielen Lennepern ein Dorn im Auge. Dass die Stadionkreuzung ertüchtigt werden müsse, leuchtete vielen am Donnerstagabend in der Lenneper Altstadt ein. „Geht das denn aber nicht etwas schneller? Man könnte doch mehr Arbeiter einsetzen“, regte beispielsweise Bärbel Beck, Inhaberin des Modehauses Johann an.

Die Baumaßnahmen würden erneut zu Schwierigkeiten bei den Lenneper Einzelhändlern führen. „Bei vielen geht es um die Existenz“, unterstrich Beck. Zirngiebl zeigte Verständnis, warb seinerseits aber ebenfalls darum. „Das chinesische Prinzip, zehn Mitarbeiter brauchen eine Woche, zwanzig nur eine halbe, greift hier nicht.“ Die Arbeiten in der aktuellen Bauphase seien „Fummelarbeiten“. Die Versorgungsträger, EWR und Telekom, würden derzeit Umklemmarbeiten in ihren Leitungen vornehmen. „Das hält auf, ist aber notwendig. Der nächste Bauabschnitt wird schneller vorangehen.“

Bis die Kreuzung fertig ist, stehen den Lennepern und jenen, die die Kreuzung regelmäßig befahren, noch einige Unannehmlichkeiten bevor: Am 22. Juli sollen die Fräsarbeiten beginnen. Für die Asphalt-Arbeiten und den Bau der 140 Meter langen Lärmschutzwand werden später sukzessive die Straßen gesperrt oder in Einbahnstraßen verwandelt; der Verkehr, vor allem der aus Radevormwald kommend, umgeleitet, etwa durch Engelsburg oder Durchsholz und Hackenberg. Dafür, das unterstricht der TBR-Leiter auch, würden die Umleitungsstraßen entsprechend optimiert, verbreitert oder eben ertüchtigt. „Am Ende wird Lennep eine neuwertige und sehr leistungsfähige Infrastruktur haben“, versprach Zirngiebl.

Anwohner der Ringstraße berichteten von Müllproblemen rund um die provisorische Bushaltestelle. Zirngiebl versprach den Mülleimer öfter leeren zu lassen. Auch die Beschilderung der Sperrung auf der Wupperstraße, in Höhe des Rewe, fanden einige verwirrend: Um in die Straße Am Stadion gen Altstadt zu fahren, würden viele Leute über den Rewe-Parkplatz fahren, um dann seitlich in die Straße Am Stadion einzubiegen und später geradeaus über die Kreuzung zu fahren. „Vielleicht wäre es besser, die Sperrung ein Stück hinter die Kreuzung zu schieben, damit die Leute direkt links in die Straße Am Stadion fahren können“, regte Beck an. Zirngiebl stimmte zu.

Auch der Flickenteppich in der Lenneper Altstadt wurde angesprochen: Die Berliner Straße, neu gepflastert, sei jetzt eine Vorzeigestraße, lobte Willy Oberlies. So sollen auch in der gesamten Altstadt die hässlichen Teerflicken, durch Leitungsarbeiten entstanden, verschwinden und durch die typischen Pflastersteine ersetzt werden. „Aber auch da bitte ich um etwas Geduld“, äußerte Zirngiebl. Ich bin sicher, diese Arbeiten werden noch vor meinem Ruhestand fertig sein“, scherzte er.

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