Remscheid: Ein Bypass für die DOC-Kreuzung

Baustelle in Lennep : Ein Bypass für die DOC-Kreuzung

Nach der Fertigstellung der Trecknase wird nun die Kreuzung am geplanten Designer-Outlet-Center in Angriff genommen.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle – dieses Motto gilt auch in diesem und dem kommenden Jahr für Lennep. Nach der Fertigstellung der Trecknase startet im April der Umbau und Ausbau der Kreuzung Ringstraße / Rader Straße. Auch hier ist die geplante Ansiedlung des Designer-Outlet-Centers (DOC) der Auslöser.

Die Kreuzung wird für den erwarten Mehrverkehr breiter, erhält unter anderem eine Abbiegespur in das auf dem Kirmesplatz geplante Parkhaus. Der Investor McArthurGlen beteiligt sich an den Ausbaukosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Insgesamt kommt das Projekt, zu dem auch der Bau einer Lärmschutzwand im Bereich gegenüber der Shell-Tankstelle gehört, auf Kosten von 6,08 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch eine neue Fahrbahndecke für einen Teil der Rader Straße. Der untere Bereich der Ringstraße bekommt nach der Fertigstellung der Schallschutzwand den gleichen lärmmindernden Asphalt, der bereits im oberen Teil verlegt wurde.

Um auf die vielbefahrene Kreuzung am Röntgen-Stadion in der Bauphase einen besseren Zugriff zu haben, wird ähnlich wie an der Trecknase ein Bypass gelegt. Die provisorische Fahrspur wird quer über den Kirmesplatz geführt und leitet den aus Lüttringhausen kommenden Verkehr von der Ringstraße in die Wupperstraße. Auch der Verkehr aus der Innenstadt soll diesen Weg nutzen. Die Ringstraße wird ab dem Talsperrenweg zur Einbahnstraße mit Fahrtrichtung Hackenberg. Der Schwerverkehr soll durch frühzeitige Ausschilderung von der Kreuzung und vor allem dem Lenneper Ortskern ferngehalten werden. Pkw in Richtung Innenstadt werden über die Kölner Straße geführt.

„Strubbelig“ werden könnten nach Aussage von TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl die Bauabschnitte drei und vier im geplanten Zeitraum Mai bis August 2020. Dann wird die Rader Straße für den Verkehr aus Richtung Radevormwald gesperrt. Bereits im Bereich der alten Rader Straße wird der Verkehr in Richtung Hackenberg abgeleitet. Im weiteren Verlauf wird die Strecke zur Einbahnstraße.

Der Schwerlastverkehr wird schon früher umgeleitet, soll über Heidersteg, Dörperhöhe, Engelsburg und Bergisch Born fahren. Mit sehr vielen Lkw rechnen die TBR aber nicht. Dabei wird Bezug genommen auf Zahlen aus dem Verkehrsgutachten, das für das DOC erstellt wurde. Bereits in Radevormwald wird auf der B 229 eine andere Verkehrsführung ausgeschildert.

Zwar weiß aktuell noch niemand, wann die Bauarbeiten für das DOC beginnen werden. Die Taktung der Baustelle ist aber so geplant, dass Konflikte verhindert werden können. Der Umbau des Kreuzungsbereiches wird von einem Mitarbeiter von McArthurGlen begleitet. „Wir bauen ja unmittelbar an ihrer Grundstücksgrenze“, sagt Zirngiebl.