TuS Lintorf tritt in der Verbandsliga beim Nachbarn TB Wülfrath an

Handball : TuS will Auswärtsserie fortsetzen

Alle drei Verbandsliga-Spiele in fremden Hallen haben die Lintorfer gewonnen, am Samstagabend fahren sie zum Nachbarduell beim TB Wülfrath. „Wir haben nach der Heimpleite gegen den TV Ratingen einiges gutzumachen“, sagt TuS-Trainer Markus Wölke.

Elf Jahre war Tobias Töpfer die unumstrittene Nummer eins im Lintorfer Handball-Tor. Aber jetzt hat sein Vater Kalle, der Manager, mit Aaron Hallfeldt einen neuen Klasse-Keeper an den Breitscheider Weg gelockt. Wie kommt Sohn Tobi damit klar? „Das ist doch überhaupt kein Problem“, sagt der 31-Jährige, der für eine Neusser Firma im Computer-Bereich (Außendienst) tätig ist. „In Lintorf ist es nie ein Konkurrenzkampf, wer im Kasten steht. Es spielt immer ein Team. Wir wollen gewinnen, mit Aaron verstehe ich mich großartig, er ist ein toller Junge, und am Samstag wollen wir in Wülfrath punkten. Doppelt, versteht sich.“

In fremden Hallen fühlt sich der TuS Lintorf pudelwohl. Die drei Auswärtsspiele in der Verbandsliga wurden gewonnen, in Kettwig mit begeisternder Leistung und Kantersieg, aber daheim lief es nicht rund (drei Niederlagen). Und deshalb steht der Geheimfavorit nur auf Platz sechs (8:6 Punkte). Nun also geht es zum TB Wülfrath, dem Wiederaufsteiger, der alle sieben Spiele auswärts bestreiten musste und nun erstmals daheim spielt, an der eigentlich gefürchteten Fortuna Straße (19.30 Uhr). Platz zehn mit 4:10 Punkten bedeutet keine Beruhigung.

Beim TuS 08 ist Christoph Lesch nicht dabei (ein Spiel Sperre), aber der vom TV Haan gekommene 19-jährige Philipp Becker steht erstmals im Kader. In der Vorbereitung zog sich der junge Solinger eine Bänderverletzung zu, in dieser Woche hat er nun erstmals mit voller Belastung trainiert und könnte für Lesch an der rechten Seite agieren. Kai Klause machte ebenfalls Trainingsfortschritte, er fährt mit in die Nachbarstadt, aber ob es für einen Einsatz reicht, das will Trainer Markus Wölke erst kurzfristig entscheiden. Das Spiel des früheren Neussers ist sehr risikoreich, draufgängerisch, da ist größte Vorsicht geboten. Mit Tim Bauerfeld (Knie-OP) wird erst in der Rückrunde wieder gerechnet.

„Wir haben nach der Heimpleite gegen den Turnverein einiges gutzumachen“, sagt Wölke. „Die Mannschaft unterliegt immer noch gewissen Schwankungen. In Wülfrath wird uns nichts geschenkt, diese Truppe will schnellstens unten weg, und das werden wir zu spüren bekommen.“