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Radevormwalder Abgeordnete fordert Unterstützung für Azubis

Politik in Radevormwald : Nettekoven: Berufsanfänger brauchen Unterstützung

Die Pandemie hat auch Folgen für den Start junger Menschen in den Beruf. Der CDU-Landtagsabgeordnete hofft auf Maßnahmen, die Schulabgängern den Schritt in die Ausbildung trotz der aktuellen Einschränkungen erleichtern.

Der CDU-Landtagsabgeordnete für Radevormwald, Jens-Peter Nettekoven, macht sich Sorgen um die Chancen von Berufsanfängern in der Pandemie. Die CDU-FDP-Koalition im Landtag habe die NRW-Regierung nun aufgefordert, sich für das kommende Ausbildungsjahr 2021/22 besonders einzusetzen.

„Die Folgen der Corona-Pandemie lassen sich auch bis zum heutigen Tag schwer abschätzen. Was allerdings unsere Wirtschaft ewig ausbremsen wird, ist der fortschreitende und anhaltende Fachkräftemangel“, erklärt Nettekoven. Zuletzt hätten Bund und Länder massiv geholfen: der Bund mit seinem Programm ,Ausbildungsplätze sichern’ (500 Millionen Euro), das Land mit 34 Millionen Euro.

Für das kommende Ausbildungsjahr sind die Hürden groß, warnt Nettekoven. „Betriebspraktika fallen größtenteils weg, Ausbildungsmessen sowieso. Wie schaffen wir es also, berufspraktische Orientierung trotz der pandemischen Lage zu fördern?“

Die christlich-liberale Koalition habe der Landesregierung Lösungsvorschläge unterbreitet: Die Kammern, Kreishandwerkerschaften und weitere berufsständische Organisationen sollen unterstützt werden, das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ überprüft und verlängert. Auch die Lehrkräfte insbesondere der Oberstufen sollen in Zusammenarbeit mit den Handwerksorganisationen über Möglichkeiten von beruflicher Bildung und Karriere informieren. Die Unternehmen werden dazu aufgefordert, im Zuge ihrer ökonomischen Eigenverantwortung geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die berufspraktische Orientierungsphase für junge Berufseinsteiger zu ermöglichen. Die Schüler sollen die Möglichkeit erhalten, das entfallene Betriebspraktikum im Schuljahr 2021/22 nachholen zu können, um negative berufliche Auswirkungen zu vermeiden.

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„Schlussendlich ist es eine Herzensangelegenheit, das Steuerungsgremium der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf NRW“ (KAoA) weiterhin zu stärken“, erklärte der Abgeordnete. „Dies kann beispielsweise mithilfe von digitalen Praxisphasen und Veranstaltungen geschehen.“

(s-g)