Schützenfest in Neuss: Wespenstiche, alkoholisierte Minderjährige und Wunden

Rettungsdiensteinsätze beim Schützenfest in Neuss : Wespenstiche, alkoholisierte Minderjährige und Wunden

Das Neusser Schützenfest ist fast vorbei, und die Rettungskräfte haben am Dienstag schon einmal Bilanz gezogen. Die Einsatzzahlen der Rettungsfahrzeuge blieben in diesem Jahr auf einem ähnlichen Niveau wie 2017.

Wenn das Telefon in der Leitstelle des Rhein-Kreises am Schützenfestdienstag gegen 18.30 Uhr klingelt, dann wissen die Kollegen schon, dass es sich nicht unbedingt um einen Notruf handelt. „86 mal wählten Leute im vergangenen Jahr den Notruf, um herauszufinden, wer neuer Schützenkönig ist“, sagt Leitstellen-Leiter Thomas Dilbens, der die gemeinsame Pressekonferenz der Hilfsorganisationen am Dienstag nutzte, um an die Bürger zu appellieren, wegen dieser Info nicht den Notruf zu blockieren.

Die Einsatzzahlen der Rettungsfahrzeuge beim diesjährigen Fest sind im Vergleich zum Vorjahr ungefähr auf dem gleichen Niveau geblieben. „Alles in allem hatten wir ein bislang sehr ruhiges Schützenfest“, resümierte Dieter Guderley, Sprecher der Johanniter. Besonders penetrant waren in diesem Jahr allerdings Wespen. So mussten mehrere Stiche behandelt werden. Die Top-Drei der behandelten Stellen: Arme, Gesicht und Finger.

Zugenommen hat die Zahl derjenigen, denen der übermäßige Alkoholkonsum nicht sonderlich gut getan hat. Darunter waren auch – im Gegensatz zu den Vorjahren – wieder einige unter 18, in drei Fällen sogar unter 14 Jahren, die behandelt werden mussten. Ein 19-Jähriger konnte sich nicht mehr erinnern, ob er nun zwei oder drei Wodkaflaschen geleert hatte.

Einige Besucher werden in diesem Jahr nach den Festtagen noch ein wenig „gezeichnet“ sein, haben ihre Nasen, Lippen, die Wangenhaut oder Augenbrauen Blessuren in Form von Platzwunden oder Abschürfungen davon getragen. Ursachen waren Stolpern und Stürze auf Treppen und Wegen. Ein Engländer gab an, auf einer auf dem Boden liegenden Postkarte weggerutscht zu sein.

Die Feuerwehr war unter anderem gefordert, als ein großer Ast auf das Kirmesgelände zu fallen drohte. „Unter Applaus wurde der Ast mit einer Handsäge entfernt“, sagt Peer Schmitz von der Feuerwehr.

Wiederholt, wie in jedem Jahr, traten die Symptome Schwindel und Unwohlsein auf, die aber auch unabhängig vom Schützenfest im Alltag immer wieder vorkommen. Ein Kind trug eine Hand-Verletzung nach einer wilden Autoscooterfahrt davon, die zumindest für die nächsten Wochen das Schreiben in der Schule unmöglich macht.

Das Wetter zeigte sich von einer angenehmen Seite. Einsätze wegen übermäßiger Hitze , die zu Kreislaufproblemen führte, lagen in diesem Jahr fast bei Null.

(jasi)
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