Kirmesattraktionen in Neuss : Kinderspaß auf der Rollmopsallee

Auch an die kleinsten Gäste wurde bei der Konzeption der Kirmes gedacht. Wir stellen einige Fahrgeschäfte für Kids vor.

Es gibt die Riesenschaukel „Konga“ mit einer Flughöhe von 45 Metern. Es gibt die „Krake, die ihre Besucher an ihren Saugnäpfen durch die Luft trägt. Und es gibt den „Breakdance“, der den Mitfahrenden durch schnelle Drehungen und heftige Beats die Sinne vernebelt. In Fahrgeschäften wie diesen werden auch Erwachsene nicht selten wieder Kind. Doch auch die wirklich kleinen Besucher finden auf der Neusser Kirmes jede Menge Attraktionen, um auf ihre Kosten zu kommen.

Gekonnt legt die neunjährige Sophia aus Rommerskirchen das Luftgewehr an einer der zahlreichen Schießbuden an, kneift ein Auge zu, zielt – und schießt daneben. „Das war nicht mein erstes Mal an einem Schießstand, das habe ich schon in Evinghofen auf der Kirmes ausprobiert“, sagt sie selbstbewusst und nimmt ihren Trostpreis entgegen: eine Tüte Gummibärchen. Der Fairness halber bekommt ihre kleine Schwester Anna (6) auch Gummibärchen. Die beiden Mädchen besuchen die Kirmes gemeinsam mit ihrer Mutter Astrid von Ameln und freuen sich auf die zahlreichen Unternehmungen. „Ich möchte noch zum Entenangeln, das ist mein Lieblingsstand“, schwärmt Anna. Und auch Sophia hat noch ein weiteres Ziel: Sie will ihre Geschicklichkeit beim Ringstechen unter Beweis stellen.

Während die beiden schon fast „alte Kirmeshasen“ sind, erleben Sophie (7) und Johanna (6) Bodenmüller aus Meerbusch das bunte Treiben zum ersten Mal. Staunend beobachten sie die blinkenden Lichter, die zahlreichen Menschen und die vielen unterschiedlichen Geräusche und Stimmen. Doch sie wollen auch selbst mitmachen und versuchen sich am Dosenwerfen. Mit weichen Bällen, die wie Fußbälle aussehen, werfen sie fest auf die metallenen Ziele und treffen dabei so allerhand. „Früh übt sich“, sagt Mutter Cornelia Bodenmüller und lacht. „Das Dosenwerfen hat großen Spaß gemacht“, sagt Sophia mit großen Augen und würde am liebsten gleich noch mal die Bälle in die Dosen donnern. Doch die Familie will weiterziehen – schließlich gibt es noch so viel zu sehen. „Das Angebot für Kinder ist toll“, sagt die Mutter.

Vorbei am Kinderkarussel, das mit seinen bunten Sitzmöglichkeiten wie Feuerwehrauto oder Polizeiwagen gemächlich seine Runden dreht, vorbei an der kindgerechten Mini-Schiffschaukel gibt es auch einen Bereich für Spiele. Jan (10) und seine Schwester Laura (7) haben sich begeistert den Airhockey-Tisch gesichert – schießlich kann man das prima zu zweit spielen. Mutter Christina Danic wirft das nötige Geldstück ein, kurz darauf kann das Match beginnen. Ob es Spaß macht? „Nein“, sagt Laura knurrend, während sie gerade ein Tor von ihrem Bruder kassiert. „Ich habe noch null Punkte.“ Die Laune hebt sich schnell, als sie das Gegentor erzielt. Fröhlich kichernd schießt sie die vom Luftstrom getragene Scheibe über das Spielfeld. „Wir kommen aus Neuss und besuchen die Kirmes jedes Jahr. Die Kinder dürfen viel ausprobieren, schließlich hat der Papa das dicke Kirmesportemonnaie eingesteckt“, sagt Christina Danic.

Zum ersten Mal hat sich auch Alara (dreineihalb Jahre) mit ihrer Mutter Ruki Yildiz ins Kirmestreiben gestürzt. Sichtlich genießt sie den Fahrtwind im Kinderkettenkarussel, freut sich über die schnellen Drehungen und breitet die Arme aus. „Ich bin zum ersten Mal mit ihr auf der Kirmes, und sie darf alles ausprobieren, was sie möchte“, sagt ihre Mutter.

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