Neuss: Ehrengäste genießen das Schützenfest

Schützenfest in Neuss : Einmalige Ehrengäste erleben ein einmaliges Fest

Ministerpräsident Armin Laschet, Bischof Peter Kohlgraf und IHK-Präsident Elmar te Neues waren als Ehrengäste dabei.

Die Freude ist Peter Kohlgraf anzumerken. Für den Bischof von Mainz ist es ein besonderer Tag: Als Ehrengast weilt der 51-Jährige beim Schützenfest in seiner alten Heimat Neuss. Vier Jahre lang lebte, wohnte und arbeitete er im Schatten von St. Quirin als Schulseelsorger am Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg und als Subsidiar im Seelsorgebereich Neuss-Mitte. 2012 riefen dann neue Aufgaben. „Es ist für mich eine große Freude, direkt in meinem ersten Bischofsjahr als Ehrengast geladen zu sein“, sagt Peter Kohlgraf.

Er nutzte die Zeit, auch richtig aktiv mitzufeiern und alte Weggefährten wiederzusehen. „Der Draht nach Neuss ist nie abgerissen“, betont Kohlgraf. „Am Schützenfest hat mich immer das Gemeinschaftsstiftende begeistert.“ Bewusst betont er die Treffen der einzelnen Züge auch abseits der großen Festtage und den großen Zusammenhalt in der Stadt. „Das Schützenfest selbst ist dann ja so etwas wie das Hochamt“, sagt der Bischof mit einem Augenzwinkern. Man sieht ihm an, dass er das Fest und seinen Neuss-Besuch genießt.

Ein bisschen Spaß muss sein; Landrat a.D. Dieter Patt (l.) mit Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel. Foto: Horst Thoren

Das gilt auch für Ministerpräsident Armin Laschet (57). Es sei „traumhaft“, als Ehrengast in Neuss dabei zu sein. „Das Neusser Schützenfest ist eine der großen Traditionsveranstaltungen in NRW“, sagt Laschet. Es habe Strahlkraft bis weit über die Landesgrenzen. „Alleine wenn man sich vor Augen führt, wie viele Neusser aus aller Herren Länder zu diesem Fest anreisen, dann ahnt man, welch immense Bedeutung es für die Stadt und die Bürger hat.“ Als Beispiel nennt der Ministerpräsident den Neusser Christoph Heusgen, der seit 2017 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York ist. Auch er selbst sei gerne gekommen und genießt es. „Wenn man sieht, dass ich der erste NRW-Ministerpräsident seit Karl Arnold bin, der als Ehrengast in Neuss mitfeiert, muss ich sagen: Da haben die anderen was verpasst“, sagt Laschet.

Die Damen warten im Foyer des Rathauses auf den Beginn des Empfangs und der anschließenden Parade. Foto: Horst Thoren

Dritter Ehrengast in diesem Jahr ist IHK-Präsident Elmar te Neues (48). Er lobt das ehrenamtliche Engagement der Schützen, das die Stadt eindrucksvoll zusammenschweiße. „Zudem hat das Schützenfest eine hohe wirtschaftliche Bedeutung“, betont te Neues. Für den Krefelder ist die Einladung als Ehrengast eine hohe Auszeichnung. „Ich werde sicher auch in den nächsten Jahren gerne nach Neuss kommen und mitfeiern, wenn auch nicht als Ehrengast.“ Denn eine solche Einladung des Neusser Bürger-Schützen-Vereins gibt es traditionell nur einmal.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (l.) und Komiteemitglied Markus Jansen mit Bischof Peter Kohlgraf. Foto: Horst Thoren

Neben den drei einmaligen Ehrengästen dieses Jahres traf sich vor Beginn der Königsparade beim Empfang im Neusser Rathaus reichlich weitere Prominenz. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel schaute vorbei und hatte die Auftaktniederlage von Fortuna Düsseldorf in der Fußball-Bundesliga offenbar schon gut verdaut. Christiane Grün, Chefin der 3M-DACH-Region, nutzte die Gelegenheit zu einem kurzen Plausch mit dem Ministerpräsidenten. Pierburg-Chef René Gansauge feierte ebenso eine Premiere beim Rathausempfang wie Bert Römgens von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf/Neuss.

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