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Neuss: Michael Bott erhält Orden "Alabonnör"

Hubertuszug „Brasselsäck“ verleiht Orden in Neuss : Wirt Michael Bott dankt singend für „Alabonnör“

Noch musikalischer als sonst ging es am Samstag bei der 19. Verleihung des Ordens „Alabonnör“ im Zeughaus zu, wo der Hubertuszug „Brasselsäck“ sich traditionell mit Freunden und Gästen – darunter Hubertuskönig Frank Hertix mit Königin Manuela – aufs Schützenfest einstimmt.

Nachdem das Bundesfanfarenkorps Neuss-Furth aufgespielt hatte, präsentierte das Musikprojekt Schulze-Le Monde das Lied „Tür & Herz“. Das war eigens für den Ordensempfänger Michael Bott, der im Oktober seinen Platz hinter dem Tresen der Szene-Kneipe „Zum neuen Marienbildchen“ verlässt, komponiert worden. Und schließlich trug der neue Ordensträger selbst (den viele Gäste möglicherweise erstmals im schwarzen Anzug erlebten) eine sehr persönliche Fassung von „Ich mööch zo Foß noh Kölle jonn“ vor.

Mit Michael Bott, der seit 1970 aktiver Marschierer im Schützenlustzug „Endlech Dobei“ ist, hatten die „Brasselsäck“ um Oberleutnant Dieter Tischer eine gute Wahl getroffen. Eloquent erklärte Laudator Cornel Hüsch, warum Michael Bott, diese „Reinkarnation von ZZ Top, Bhagwan und Karl Marx mit einem Hang zum Weihnachtsmann“ ein würdiger Ordensträger sei und unterhielt mit Anekdoten aus der Neusser „Wirtschaftsbranche“. So behauptete Hüsch, ein ungeschriebenes Gesetz, das „Lex Neustraße“, verpflichte alle Wirte in diesem Bereich, „welchselseitige Biertemperaturkontrollen täglich zu unterschiedlichen Zeiten durchzuführen“.

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Dem Gerücht, er habe nach dem vom Landtag beschlossenen Rauchverbot kurzerhand ein Hausverbot für alle SPD-Landtagsabgeordneten für das „Marienbildchen“ verhängt, widersprach Bott später jedoch energisch.

(susa)