Hockey : Leere Hände statt Punkte

Sowohl dem RSV als auch den Damen des GHTC gelingt nicht der erhoffte Befreiungsschlag im Tabellenkeller der Zweiten Liga. Für den einzigen Sieg des Wochenendes sorgen die GHTC-Herren, die in Raffelberg 5:2 gewinnen.

Hockey Sechs Punkte hatten sie sich an ihrem so wichtigen Doppelspieltag vorgenommen, um die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf der Zweiten Bundesliga hinter sich zu lassen. Doch nach einer 2:3 (1:1)-Heimniederlage gegen den Club Raffelberg sowie einem 1:3 (0:2) bei Hannover 78 ist es der Rheydter Spielverein selbst, der am Tabellenende steht und nun bereits vier Punkte Rückstand hat. "Natürlich ist die Stimmung jetzt sehr gedrückt. Dabei haben wir in beiden Partien sehr gut mitgehalten", sagte RSV-Trainer Aditya Pasarakonda.

Nicht cool genug vor dem Tor

Seiner Mannschaft fehlte es aber an der nötigen Abgebrühtheit vor dem Tor, Chancen hatte sie genug. "Vor allem gegen Raffelberg mussten wir gewinnen, wir waren nur nicht cool genug vor dem Tor", monierte Pasarakonda. Nachdem Sebastian Wojdyla zum 1:1-Ausgleich getroffen hatte, dauerte es trotz vieler Chancen bis zur 60. Minute, ehe durch Muhamad Mudassar die verdiente Führung fiel. Doch postwendend gab es das 2:2. Und als wenig später Moritz Hahn einen Raffelberger im Schusskreis stoppte, eine Zeitstrafe kassierte und die Gäste den verhängten Siebenmeter verwandelten, war das Spiel verloren.

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Ebenso unnötig setzte es gestern eine Niederlage in Hannover, bei der nur Martin Korres per Strafecke zum zwischenzeitlichen 1:2 traf. Immerhin erhielten die Rheydter ein wenig Schützenhilfe durch den Gladbacher HTC, der in Raffelberg 5:2 (3:1) gewann. "Wir haben ordentlich gespielt und auch verdient gewonnen, waren viel konzentrierter als gestern noch in Hannover", sagte GHTC-Trainer Jan Klatt, dem das 3:3 beim Kellerkind Hannover 78 noch zu schaffen machte. Drei Mal war sein Team durch Matthias Gräbers verwandelte Strafecken in Führung gegangen, drei Mal kassierte sie gleich danach den Ausgleich. "Es passiert uns generell in dieser Saison zu häufig, dass wir nach einem Tor eine schlechte Phase haben", kritisierte Klatt.

Am Tag darauf in Raffelberg funktionierten zwar die Strafecken nicht wie gewünscht (Gräber traf einmal kurz vor Schluss zum Endstand), doch dafür präsentierten sich die Gladbacher grundsätzlich wesentlich entschlossener. Nachdem die Gastgeber Martin Babickys 1:0 noch ausgleichen konnten, brachten Christian Tanck und nochmals Babicky den GHTC kurz vor der Pause schon vorentscheidend auf die Siegerstraße. Und nach dem Anschlusstreffer sorgte erneut Tanck für einen beruhigenden 4:2-Vorsprung.

Wiederum ungünstig ist, dass mit Patrick Voullié (Daumenverletzung) und Marcus Funken (Sportförderkompanie) beide Kapitäne dem GHTC beim letzten Spiel vor der Winterpause nicht zur Verfügung stehen werden. Ganz dringend benötigen die GHTC-Damen am nächsten Wochenende einen Sieg, da auch das vierte Spiel in der Zweiten Liga, diesmal beim RTHC Leverkusen, verloren ging.

"Es ist sehr bitter, dass wir wieder mit leeren Händen da stehen. Wir haben vieles richtig, aber immer noch zu viele individuelle Fehler gemacht. Trotz der erfahreneren Besetzung", sagte Trainer Oliver Kurtz nach dem 2:4 (0:1). Obwohl auch die eigentlich pausierende Steffi Hiepen aushalf, reichte es nicht zum durchaus möglichen Sieg. Schließlich drehte der GHTC mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause durch Marie Schmid und Caro Wolf die Partie. "Direkt danach habe ich extra eine Auszeit genommen. Und trotzdem halten wir nicht die Positionen und kassieren die entscheidenden Gegentore", haderte Kurtz. So bleibt für die Damen derzeit nur der letzte Platz.

(RP)