Beim GHTC war die Saison alles andere als rosig.

Hockey : GHTC-Hockeyabteilung geht auf Fehlersuche

Die Herren haben erneut nur kurz vor Schluss die 2. Liga gehalten, die Damen die Regionalliga wohl nicht.

Die Herren des Gladbacher HTC haben zwei ruhige Wochen hinter sich. Der vorzeitige Klassenerhalt in der 2. Bundesliga hat für eine deutliche Entspannung gesorgt. Damit es auch in Zukunft weiter Zweitliga-Hockey in Gladbach gibt, begaben sich die Verantwortlichen mit dem Kader auf Fehlersuche, wie Trainer Marcus Reifenberg erklärt: „Wir haben sehr intensiv an der Fehleranalyse gearbeitet. Es kann nicht sein, dass der Klassenverbleib jetzt zum zweiten Mal in Serie erst im Schlussspurt gepackt wurde. Die Mannschaft ist dafür eigentlich zu gut“, sagt er.

Am Wochenende stehen für die Gladbacher noch zwei Aufgaben auf dem Programm: Am heutigen Samstag (16 Uhr) an den Holter Sportstätten gegen die TG Heimfeld aus Hamburg, am Sonntag (14 Uhr) beim Kahlenberger HTC aus Mülheim. Gelingen die Saisonsiege vier und fünf, wäre die Tabellensituation nochmal deutlich aufgehübscht. Sogar Platz fünf liegt noch im Bereich des Möglichen. „Wir gehen mit der klaren Devise von zwei Siegen in das Wochenende. Klappt das, könnten wir noch in die Top fünf rutschen. Dann hätten wir zumindest statistisch unser Rückrundenziel erreicht“, erklärt Reifenberg, dem unter der Woche Elias Trueson (Hüftprobleme) und Phil Graue (Rückenprobleme) fehlten, die aber wohl am Wochenende dabei sind: „Ich hoffe, dass beide spielen können. Sowieso müssen wir mal schauen, wie die Jungs das erste Spiel verkraften, weil ja nicht mal 24 Stunden dazwischen liegen“, sagt Reifenberg. Fest steht, dass Ersatz-Torhüter Patrick Alex mindestens einen Startelf-Einsatz bekommen wird.

Beide Wochenend-Gegner werden wohl nicht in Bestbesetzung auflaufen. Bei den Hamburgern wurde Alexander Otte, Spielertrainer und bester Torschütze, bereits vergangenes Wochenende offiziell verabschiedet. Und in Mülheim hat Mittelfeld-Motor Philipp Hüsgen seinen Schläger frühzeitig an den Nagel gehängt. Entsprechend positiv gibt sich  GHTC-Coach Reifenberg: „Bei beiden Teams ist die Luft raus. Heimfeld wird mit Sicherheit nicht mit voller Kapelle anreisen und auch Kahlenberg wird nicht mehr das allerletzte Engagement an den Tag legen.“

Mit einer großen Enttäuschung wird die Regionalliga-Saison für die Damen des GHTC ausgehen. Am späten Donnerstagabend patzten sie auch im nächsten Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und sind nach dem 0:2 (0:0) beim DSD Düsseldorf nur noch theoretisch zu retten. Trainer Achim Krauß hat sich bereits mit dem Abstieg in die Oberliga abgefunden: „Sieben Punkte werden wir in den letzten drei Spielen nicht mehr aufholen, zumal wir noch gegen die zwei besten Teams der Liga spielen. Zudem wird der DSD auch noch Punkte holen.“ In der Landeshauptstadt war der GHTC wieder nicht das schwächere Team, aber einmal mehr im Torabschluss inkonsequent, wie Krauß fand: „Das Spiel war lange ausgeglichen. Während der DSD zweimal eiskalt war, war bei uns der Zweikampfverhalten nicht gut.“ Sonntag (17 Uhr) spielen die Gladbacherinnen zu Hause gegen Uhlenhorst Mülheim II.

Mehr von RP ONLINE