Hockey : Wegweisendes Wochenende

Der RSV trifft heute und morgen auf seine Hauptkonkurrenten im Kampf um den Verbleib in der Zweiten Bundesliga. Der GHTC möchte gegen die selben Gegner zwei Siege feiern, seine Damen gegen Leverkusen gewinnen.

Es war weise Voraussicht, mit der der Rheydter Spielverein bereits vor Wochen seinen Doppelspieltag plante. Sein heutiges Heimspiel gegen den Club Raffelberg legte er bereits auf 13 Uhr, um im Anschluss noch nach Hannover zu fahren.

"So können wir uns in aller Ruhe auf das Spiel am Sonntag bei Hannover 78 vorbereiten", sagt Aditya Pasarakonda. Schließlich bezeichnet der RSV-Trainer das Wochenende als "wegweisend", spielt seine Mannschaft doch gegen die direkten Konkurrenten um den Verbleib in der Zweiten Liga.

Keine übermäßige Nervosität

"Jedem ist der Ernst der Lage bewusst. Wir müssen punkten, denn jeden von uns gewonnene Punkt kann der Gegner schon mal nicht mehr holen", sagt Pasarakonda, der trotz der Situation keine übermäßige Nervosität in seiner jungen Mannschaft ausgemacht hat: "Die Stimmung ist locker. Es würde auch keinen Sinn machen, verkrampft an die Spiele heranzugehen." Ihm hat vielmehr gefallen, dass sich seine vielen Nachwuchsspieler immer mehr zutrauen.

Zudem scheint sich auch die Liste der Verletzten vor dem wichtigen Wochenende zu verkleinern. Christopher Schoenen, Wolfgang Korres und Tomasz Spalek sollten ihre Blessuren überwunden haben. Doch ungeachtet des Personals gibt Pasarakonda vor: "Wir mussten in dieser Saison bereits viel einstecken, sind uns unserer Stärken jedoch bewusst. Wir werden an unsere Grenzen gehen."

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Eine Top-Einstellung benötigt auch der Gladbacher HTC, um bei Hannover 78 (Samstag, 16 Uhr) und in Raffelberg (Sonntag, 12 Uhr) zu gewinnen. "Unser Ziel ist es, sechs Punkte zu holen.

Doch die bekommen wir nicht im Vorbeigehen", warnt GHTC-Trainer Jan Klatt. Tabellenschlusslicht Hannover verfügt über eine sehr junge, aber spielstarke Truppe, die ihr Offensiv-Potenzial schon unter Beweis gestellt hat. Und Raffelberg lebt von seiner eingespielten, erfahrenen Mannschaft, die eher etwas defensiver spielt und damit dem GHTC in den letzten Jahren auch das Leben des Öfteren schwer gemacht hat.

"Wir müssen in den Spielen von Beginn an Druck aufbauen. Wir wollen schließlich oben dran bleiben und mit einem positiven Gefühl in der nächsten Woche in die Feldpause gehen", sagt Klatt. Ein positives Resultat benötigen auch die Damen des GHTC, die in der Zweiten Bundesliga noch ohne Punkt und heute beim RTHC Leverkusen zu Gast sind.

"Leverkusen wäre mit neun Punkten zunächst aus dem Abstiegskampf raus, wir müssen mit einem Sieg erst einmal rein kommen. Drei Punkte sind für uns Pflicht, denn Leverkusen ist zwar gut gestartet, doch für uns ein Gegner auf Augenhöhe", sagte Trainer Oliver Kurtz, der mit einem Spiel "auf Biegen und Brechen" rechnet: "Der RTHC ist ein sehr aggressiver und taktisch gut eingestellter Gegner. Das Spiel wird sicher erst in den letzten Minuten entschieden."

(RP)