Lokalsport: Hockey-Damen verlieren und müssen um Ligaverbleib bangen

Lokalsport : Hockey-Damen verlieren und müssen um Ligaverbleib bangen

Ein Sieg wäre ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga-Nord für die Hockeyspielerinnen des RTHC gewesen. Doch die Mannschaft von Trainer Volker Fried unterlag nach ordentlichem ersten Viertel Klipper Hamburg mit 0:3. "Es war eine ziemliche Enttäuschung", sagte der Coach. Spätestens nach dem 0:2 in der 38. Minute ließen seine Spielerinnen die Köpfe hängen.

Hielten die Gastgeberinnen im ersten Durchgang noch ordentlich dagegen und setzten den Gegner unter Druck, verloren sie nach und nach den Zugriff. Vor allem präsentierte sich das Team nicht besonders ballsicher. "Langfristig war es zermürbend, den Ball mit viel Aufwand zu erobern und ihn immer wieder nach wenigen Sekunden zu verlieren", sagte Fried. "Wir haben uns für die gute Arbeit einfach nicht belohnt." Der 0:1-Rückstand im zweiten Viertel war daher auch nicht überraschend.

Die Leverkusenerinnen kämpften weiter und erarbeiteten sich Chancen zum Ausgleich: Insgesamt drei Strafecken bekamen die Gastgeberinnen. Die Hamburgerinnen hingegen nutzten ihre erste beim 2:0 (38.). "Danach war bei uns die Luft raus. Hamburg war effizienter vor dem Tor", sagte Fried. Zehn Minuten vor dem Ende stellten die Gäste den 3:0-Endstand her. Im Abstiegskampf steht Leverkusen nun gewaltig unter Druck. Bei Schlusslicht ETUF Essen gerät ein Sieg am Wochenende zur Pflicht, um die Chance auf den Ligaverbleib zu wahren.

Anders geht es bei den Herren in der Oberliga zu. Dort steht der RTHC an der Spitze. Doch bei Schlusslicht Schwarz-Weiß Köln II setzte es jetzt eine überraschende 2:3-Niederlage. "Das Spiel haben wir im Kopf verloren", sagte Trainer Sebastian Bieding. "Wir haben viel zu unkonzentriert und teilweise lethargisch agiert. Außerdem haben wir die Zweikämpfe nicht angenommen." Nils Gerdes brachte die Gäste zwar früh in Führung, doch die Domstädter antworteten mit drei Treffern in Folge. Kurz vor der Halbzeit verkürzte Andreas Koyka für die Leverkusener. Der mögliche Ausgleich blieb den Gästen in der zweiten Hälfte verwehrt. Bieding: "Obwohl wir Chancen hatten. Aber stark waren wir immer noch nicht."

(trd)