Lokalsport: LTV eröffnet Saison - Kader nicht komplett

Lokalsport : LTV eröffnet Saison - Kader nicht komplett

Der Handball-Drittligist aus Leichlingen ist nach dem Abgang von Harald Feuchtmann Perez auf der Suche nach einem Linksaußen.

Frank Lorenzet begann mit den schlechten Nachrichten. Der Trainer - und aktuell vor allem Manager - des Handball-Drittligisten Leichlinger TV musste bei der traditionellen Saisoneröffnung gestern gleich zwei Rückschläge für seine Kaderplanung verkünden, die ihm nun etwas mehr Arbeit als gedacht bringen wird. Allen voran steht der unerwartete Abgang von Harald Feuchtmann Perez. Der chilenische Nationalspieler wurde sportlich nie so richtig warm an der Wupper, galt aber als verlässlicher Ersatz für Bastian Munkel auf der linken Seite. Nun folgt Feuchtmann seiner Freundin nach Schweden - und Lorenzet darf sich einen neuen Linksaußen suchen.

"Es ist klar, dass wir auf der Position nun noch etwas machen", sagte der Trainer-Manager, der zudem den lange versprochenen neuen Rückraumspieler nicht präsentieren konnte. Nach dem Abgang von Leistungsträger David Hansen ist ein Platz im Kader der Leichlinger frei, doch die Spielersuche gestaltet sich schwieriger als sonst. Lorenzet beklagt einen "leer gefegten Markt", ein potenzieller Zugang sprang ab. Nun hat der LTV den nächsten Kandidaten an der Angel, der sich aber zunächst mindestens eine Woche im Vorbereitungstraining präsentieren soll. "14 Spieler sollte man schon haben", sagte Lorenzet. "Ich bin da ganz entspannt."

Einen unerwarteten Zugang hatte Lorenzet dann aber doch noch im Ärmel - eine gute Nachricht nach den schlechten sozusagen. "Yannick Eckervogt wird seinen Spielerpass hier hinlegen", sagte der Handballtrainer. Der Rückraumspieler sei allerdings beruflich stark gebunden und eher als Stand-by-Lösung in Notfällen und für den Trainingsbetrieb gedacht, erklärte Lorenzet. Vor einigen Monaten hatte der Coach auf Anfrage unserer Redaktion noch deutlich Abstand von einer Verpflichtung Eckervogts genommen. Die Kehrtwende in der Personalie sollte dem 50-Jährigen nun Spielraum bei der Planung verschaffen. Ebenfalls als Notlösung ist Torwarttrainer Carsten Mundhenk eingeplant. Er stellte in der vergangenen Saison noch als Spieler seine Fähigkeiten unter Beweis - jetzt wechselt er in Lorenzets Trainerstab.

Übernächste Woche beginnen die Handballer aus der Blütenstadt mit der ersten Vorbereitungsphase. Mike Schulz wird dann wohl noch nicht dabei sein. Der dynamische Rechtsaußen unterzog sich vor zwei Wochen erneut einer Operation am linken Kreuzband, die die Folgen seines Kreuzbandrisses von vor zwei Jahren mildern soll. "Bislang konnte ich das Knie nicht durchstrecken. Jetzt ist es schon viel besser", erklärte Schulz. Einige Zeit wird er wohl aber noch pausieren müssen, um Folgeverletzungen nach dem Eingriff vorzubeugen. Die zweite Vorbereitungswelle ist für ihn realistisch - spätestens dann dürften auch die beiden ausstehenden Zugänge im Team sein.

Der bislang prominenteste Zugang formulierte gleich klare Ziele mit seinem neuen Verein. Dennis Aust, vormals Zweitligaprofi bei den Düsseldorfer Rhein Vikings, kann dem Team flexibel auf der rechten Seite helfen. Weil sein Beruf als Lehrer ihn immer mehr fordert, will er etwas kürzertreten, strebt aber mit dem LTV weiter guten Handball an. "Leichlingen war als Gegner immer ein Spitzenteam für mich", sagte Aust, der unter anderem mit dem TuS Ferndorf diverse Male auf Lorenzets Team traf. Nun wechselt er die Seiten und sagt: "Wir wollen Platz drei bestätigen - nur dann zählt er."

(jim)
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