Lokalsport : Für den FCL endet es in Endenich

Der Fußball-Landesligist aus Leverkusen hat nach dem 1:6 beim FV Endenich nur noch theoretische Chancen auf den Ligaverbleib. Auch der SVS verliert.

Fußball-Landesliga: FV Bonn-Endenich 1908 - FC Leverkusen 6:1 (3:0). Rechnerisch ist für die Fußballer des FC Leverkusen zwei Spieltage vor dem Saisonende noch der Klassenerhalt möglich. Sechs Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer und 15 Tore wären aufzuholen. Das ist das eine. Doch nach der Vorstellung gestern ist von einem sportlichen Wunder nicht mehr auszugehen, denn die von Daniel Cartus trainierte Mannschaft präsentierte sich vollkommen desolat und unterlag beim direkten Konkurrenten auch in der Höhe verdient. "Es waren keine Einstellung und Bereitschaft zu erkennen. Das ist schon ganz bitter", sagte Co-Trainer Daniel Honnef nach einer recht einseitigen Partie. Die Bonner investierten von der ersten Minute an wesentlich mehr und sollten dafür auch die Belohnung erhalten. Nach einer halben Stunde gelang die Führung, bis zum Seitenwechsel fielen zwei weitere Treffer.

Honnef zufolge sei beim Seitenwechsel schon alles entschieden gewesen. Moral und Gegenwehr waren gebrochen und der zweite Durchgang plätscherte so vor sich hin - mit dem Unterschied, dass die Bonner weitere Akzente setzten (55./71./74.). Für den FCL reichte es lediglich zum Ehrentreffer in der Schlussminute durch Aristote Mambasa Masudi. "Der Abstiegskampf wird bei uns einfach nicht gelebt", sagte Honnef. Inwieweit es mit dem Trainerteam Cartus/Honnef weitergehen wird, soll in den kommenden Tagen mit Entscheidungsträger Michael Kunz entschieden werden.

SV Schlebusch - SC Brühl 2:4 (1:2). Den Kampf um den zweiten Platz haben die Schlebuscher Fußballer endgültig verloren. Die Mannschaft von Trainer Stefan Müller musste sich gestern dem Gast aus Brühl geschlagen geben und ist damit sogar auf Rang vier zurückgefallen. "Wir haben drei riesengroße Geschenke verteilt. Da dürfen wir uns dann auch nicht beschweren, wenn wir am Ende leer ausgehen", sagte Müller.

Schon nach sieben Minuten kassierten die Schlebuscher den 0:1-Rückstand. Dabei hinterließ die SVS-Hintermannschaft keinen sattelfesten Eindruck. Doch die Platzherren ließen sich davon zunächst nicht beirren: Tim Breddemann war nach etwas mehr als einer halben Stunde mit dem Ausgleich zur Stelle. Doch nur kurz danach erlaubte sich die Müller-Truppe den nächsten Patzer, der zum neuerlichen Rückstand führte. Niklas Hammes erzielte nach fast einer Stunde das 2:2, sollte aber kurze Zeit später zur tragischen Figur avancieren. Hammes wurde wegen Schiedsrichterbeleidigung des Feldes mit roter Karte verwiesen. Müller vermisste in dieser Situation das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters. Damit war der Weg frei für die Brühler, die mit zwei späten Toren für die Entscheidung sorgten. "Heute war einfach nicht unser Tag, weil wir zum einen zu viele Fehler gemacht und zum anderen unsere zum Teil hochkarätigen Chancen nicht verwertet haben", betonte der Coach.

(lhep)
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