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Fußball: Das Auf und Ab der Landesligisten

Fußball : Das Auf und Ab der Landesligisten

Achterbahnfahrten veranstalten die drei Mönchengladbacher Landesligisten im Moment. Die Beständigkeit, die sich die Trainer wünschen, ist nicht vorhanden. Geht es dem einen Verein allzu gut, folgt bald der nächste Ausrutscher. Bestes Beispiel dafür bot das Derby am vergangenen Sonntag zwischen dem 1. FC Mönchengladbach und Aufsteiger Lürrip. Die Gäste waren nach vier Siegen in Folge nicht zu Unrecht favorisiert, beim FC war nach drei Niederlagen und einem Sieg noch keineswegs die nötige Sicherheit eingekehrt. Doch der FC beherrschte die Partie weitgehend und gewann 3:1.

RSV mit Verletzungssorgen

"Das war schon ein deutlicher Schritt nach vorne", freute sich FC-Trainer Emil Neunkirchen. Ihm ist nun ein wenig mehr Ruhe gegönnt. "Die hat er sich auch verdient, denn er leistet mit seinem Team tolle Arbeit", bestätigt Vorstandsmitglied Lothar Rhönisch. Sonntag aber ist der FC wieder gefordert. Absteiger Remscheid hat sich inzwischen an die Landesliga gewöhnt und marschiert nach vorne. "Es wird viel Arbeit geben. Wenn wir uns noch ein wenig steigern, sind wir auch in Remscheid nicht chancenlos", glaubt Emil Neunkirchen.

Eine erhebliche Steigerung erwartet Lürrips Trainer Stephan Houben von seinen Spielern. "Nach vier Siegen in Folge gibt es immer noch keine Selbstläufer. Wir müssen in jedem Spiel alles geben, sonst werden wir bestraft, auch gegen Neuss." Der Tabellenletzte gilt bei vielen als potenzieller Absteiger. Allerdings hat Neuss die Rheydter beim 1:0-Sieg böse überrascht. "Wir wollen uns gegen Neuss beweisen, uns mit einem Erfolgserlebnis wieder Sicherheit verschaffen, um eine Woche später beim TuS Grevenbroich gelassen antreten zu können", wünscht sich Houben.

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Der Spielverein ist nach einem sehr guten Start mit sieben Punkten inzwischen nur noch einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt. Seit Ende August konnte der RSV nicht mehr gewinnen. Und Sonntag in Hilden Nord wäre ein Punktgewinn bereits eine Sensation. Trainer Damir Knezovic ist um seine Situation nicht zu beneiden, denn sein Kader besteht größtenteils aus Dauerverletzten, stark angeschlagenen Kickern oder solchen, die sich gerade im Aufbautraining befinden. "Gut möglich, dass ich Sonntag selbst spielen muss", befürchtet der Trainer, dem es bisher mit taktischem Geschick aber immer noch gelungen ist, seine Spieler gut einzustellen. Vielleicht gelingt nun in einer scheinbar ausweglosen Situation wieder der Aufschwung bei der Achterbahnfahrt.

(RP)