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Mönchengladbach: Ergebnisse der OB-Wahl bestätigt

Kommunalwahl 2020 : Ausschuss bestätigt Ergebnisse der OB-Wahl

Die Zahlen aus vier Stimmbezirken waren noch einmal überprüft worden, weil es so hohe Abweichungen gab. Das Ergebnis war das gleiche.

Der Wahlausschuss hat am Dienstag die Ergebnisse der Wahl zum Oberbürgermeister bestätigt. Es bleibt dabei: Keiner der angetretenen Kandidaten erreichte mehr als die Hälfte der gültigen abgegebenen Stimmen, weshalb es am Sonntag, 27. September, in die zweite Runde geht. 43.774 Stimmen wären nötig gewesen, um direkt zum Oberbürgermeister gewählt zu werden. 90.019 Menschen hatten die Wahlzettel ausgefüllt. 87.546 Stimmen zur OB-Wahl waren gültig.

Felix Heinrichs (SPD) erhielt die meisten Stimmen, nämlich 32.808. Frank Boss (CDU) kam auf 25.929 Stimmen. Diese beiden werden nun in die Stichwahl gehen. Die Ergebnisse der übrigen Kandidaten: Boris Wolkowski (Grüne) 15.304, Stefan Dahlmanns (FDP) 3149, Sebastian Merkens (Die Linke) 3010, Corina Bülow (AfD) 4706, Chana Clarissa Lischewski (Die Partei) 1914, Sandra van den Broek (NPD) 186, Franz Josef Schiller (ÖDP) 540.

Noch einmal überprüft wurden die Zahlen aus vier Wahllokalen. Denn dort gab es ungewöhnlich viele ungültige Stimmen. Stadtweit lag der Wert der nicht gültigen Stimmabgaben für die OB-Wahl bei 2,75 Prozent. In der Gesamtschule Espenstraße waren es aber 15,38 Prozent, in der Grundschule Mülfort-Dohr 13,79 Prozent, in der Kita Lorenz-Görtz-Straße 8,31 Prozent und in der Gemeinschaftshauptschule Heinrich-Lersch 8,11 Prozent. Weil die Abweichung mehr als fünf Prozent betraf, musste noch einmal gezählt werden. Dies geschah. Das Ergebnis war das gleiche.

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Die auffallend vielen ungültigen Stimmen wurden am Dienstag auch noch einmal im Ausschuss thematisiert. Oberbürgermeister und Kreiswahlleiter Hans Wilhelm Reiners wollte nicht darüber spekulieren, warum Bürger ungültige Stimmen abgaben und ob vielleicht Wahlzettel übersehen wurden.

Nicht nur in Mönchengladbach waren die drei Stimmzettel für die OB-, die Rats- und die Bezirksvertretungswahl dieses Mal zu einem Dreierpack aneinander geheftet. Dies sei geschehen, weil es in der Vergangenheit bei der Auszählung der Briefwahlstimmen oft schwierig gewesen sei, die Stimmzettel zur Bezirksvertretung-Wahl dem richtigen Stimmbezirk zuzuordnen, hieß es aus der Verwaltung.