Mönchengladbach: Kolumne von Horst Pawlik "Live dabei"

Live dabei : Neue CD von den Bucket Boys

Die Tex-Mex-Rocker sind außerdem zum 16. Mal im Rennen um den Wochensieg der Radio-Hitparade in der WDR 2-Sendung „Pop-Musik“.

„Loven’n’Hate“ heißt der neue Silberling, den die Bucket Boys in dieser Woche veröffentlichen. Und das wieder mit ordentlich Tam Tam: die ausgekoppelte Single „Won’t You Be“ wurde von den Redakteuren der Radio-Sendung WDR 2 Pop – Musik aus dem Westen gleich als Neuvorstellung ausgewählt. Damit sind die Tex-Mex-Rocker zum 16. Mal im Rennen um den Wochensieg der Radio-Hitparade. Ab sofort sind die Fans gefordert, für das Quartett zu stimmen. Schon Montag wird feststehen, ob die Gruppe neuerlich in die Hall of Fame des WDR einziehen wird. Im Oktober feiern Andreas Kehren (Bass), Helge Lange (Gitarre), Joe Vander (Schlagzeug), Michael Lange (Gesang, Tasteninstrumente) und Background-Sängerin Petra Lange außerdem den 24. Bandgeburtstag. In der Zeit haben die Bucket Boys nicht nur unzählige Live-Konzerte und Radio-Auftritte absolviert, sondern auch 14 CD`s veröffentlicht. Mit einem Auftritt im „Café Dwaas“ startet in Sittard eine kleine Geburtstags-Tour. Sie bringt die Band u.a. über Wegberg (12. Okt., Zur Alten Post) und Köln (21. Okt., JVA) am 13. Dezember auch nach Mönchengladbach („Fuchsbau“).

Nach zwei gelungenen Festivals im Kulturzentrum BIS (2017, 2018) laden Organisator Robert Hurasky und Veranstalter Thorsten Neumann am 5. Oktober, 19 Uhr, erstmals gemeinsam zur 3. Jazz-Visions-Night ins Montforts Quartier (Schwalmstraße 301) ein. Mit Matter of Groove, Tossia Corman & Philipp van Endert, Konstantin Reinfeld – Christoph Spangenberg Duo, Manteca und dem Joscho Stephan Quartett ist das Programm erstklassig besetzt. Matter of Groove hat Saxofonspieler Nicolas Simion in seinen Reihen und bedient sich in seinem Repertoire aus dem „The Great American Songbook“. Sängerin Corman und Gitarrist van Endert, angekündigt als Singer/Songwriter Popjazz, holen sich bei Ihren gemeinsamen Auftritten oftmals Inspiration bei Jimi Hendrix, Tom Waits und Miles Davis. Die Songs allerdings werden vom Duo klangvoll gegen den Strich gebürstet. Mundharmonika-Virtuose Reinfeld und Pianist Spangenberg standen im letzten Jahr bei Jazzfestival in Vieren auf der Bühne und beeindruckten u.a. durch ein beinahe kammermusikalisches Verständnis füreinander. Manteca, Piano-Trio um Schlagzeuger Jürgen Peiffer aus Königswinter, steht für Latin Jazz und brasilianische Rhythmen. Das Joscho Stephan Quartett hier weiter vorzustellen hieße, Eulen nach Athen zu tragen. Der Jazzgitarrist aus Mönchengladbach glänzt seit vielen Jahren mit seinem Quartett als virtuoser Vertreter des modernen Gypsy Jazz.

„Seeing Cleary“ heißt der Song, der von Sängerin Crystin Fawn und Tasteninstrumentalist Thomas Kessler gleich in zwei Versionen noch in dieser Woche veröffentlich wird. Der Song ist wunderschön anzuhören und im Face2Face-Mix Dancefloor tauglich. Die Produktion auf dem Label von hypersensitive Records ist das gelungene Ergebnis einer ungewöhnlichen Liaison. Aus Crystins Feder stammt die einprägsame Melodie. Ihr unprätentiöser Gesang ist eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für ausgedehnte Remix-Sessions. Produzent Kessler behielt Melodie und Gesangspart und konstruierte dazu zwei Arrangements, die unterschiedlicher kaum sein können. Beide Künstler leben in Düsseldorf mit engem Bezug zur Szene in Mönchengladbach. Die Sängerin arbeite u.a. eng mit den Bands Dead Guitar und The Wide; machte im letzten Jahr durch zwei offizielle Remixe der Fantastischen Vier auf sich aufmerksam. Kessler legte bislang sechs Solo-Alben vor, arbeitete u.a. mit den Dissidenten, Trance Groove, ex-Kraftwerker Wolfgang Flür und Mel Collins (King Crimson).

Weitere Live-Tipps: Freitag, 27. Sept., 20 Uhr, „Im Kabuff“, Kapuziner Straße 42: Old Time Music for Bastards mit der Formation Fire Walk With Me; Sonntag, 29. Sept., 12-22 Uhr, Platz der Republik: Umsonst & Draußen, MIR-Festival für Elektronische Musik und anderes; Sonntag, 6. Okt., 14-16 Uhr

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