SC Unterbach genießt die Höhenluft in der Fußball-Kreisliga A

Fußball : Unterbach geht mit breiter Brust ins neue Jahr

Die SCU-Fußballer mischen an der Spitze mit. Die SpVg. 05/06 und der SC Rhenania suchen Trainer. In Erkrath stimmt die Ausbeute.

Unterschiedlicher könnte die Gefühlslage bei den vier hiesigen Klubs, die in der Fußball-Kreisliga A Düsseldorf um Meisterschaftspunkte kämpfen, nach der Hinrunde kaum sein. Beste Stimmung herrscht beim SC Unterbach, der gemeinsam mit dem TuS Gerresheim (je 38 Punkte) das Feld anführt. Aufsteiger SSV Erkrath steht als Dreizehnter (19 Zähler) noch ordentlich da. Für die SpVg. Hilden 05/06 (16. Platz – 13) und Schlusslicht SC Rhenania Hochdahl (8) hat indes längst der Kampf gegen den drohenden Abstieg begonnen.

In der Schlussphase der vergangenen Saison noch in den Abstiegskampf verstrickt, mischt der SC Unterbach in seiner zweiten Spielzeit nach dem Aufstieg an der Tabellenspitze mit. Und das nach einem erheblichen personellen Umbruch sowohl in der Sportlichen Leitung als auch beim kickenden Personal. In Sachen Neuverpflichtungen bewiesen die Unterbacher ein glückliches Händchen. Diese Feststellung gilt auch für die aus Mettmann gekommenen Trainer Ibo Cöl und Günter Dembski, die mit SCU-Urgestein Ciro del Polito ein prima funktionierendes Trio bilden. Abteilungsleiter Jörg Spanihel bilanziert: „Wir haben eine sensationelle Hinrunde gespielt. Das konnte nach dem 13. Platz in der Vorsaison niemand erwarten. Neue Spieler und neue Trainer, das hat von Beginn hervorragend gepasst.“ Und der Fußballchef ergänzt: „Die Jungs haben richtig Spaß am Fußball und wollen natürlich weiter um die Tabellenspitze mitspielen.“ Am 3. Januar ist Trainingsauftakt beim SCU.

Drei Siege, zuletzt das 5:3 in Erkrath, verbuchte die SpVg. Hilden 05/06 in 17 Begegnungen. „Trotzdem sind wir weiter im Geschäft“, sagt Peter Waldinger. Schließlich steht für den Polizei SV Düsseldorf auf dem ersten Nichtabstiegsplatz die gleiche Punktzahl auf der Habenseite. Der Sportliche Leiter weiß aber auch: „Unsere Planung, mit einem weitgehend unerfahrenen Kader und einem jungen, ehrgeizigen Coach eine sorgenfreie Saison zu spielen, hat nicht ganz gegriffen.“ Felix Müller musste in der Zwischenzeit seine Trainertätigkeit aus beruflichen Gründen beenden. Das anschließende Engagement Waldingers auf der Trainerbank bleibt ein Intermezzo. „Wir suchen einen Coach, der über Erfahrung verfügt, die Liga möglichst kennt und bereit ist, mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern zu arbeiten. Für Gespräche sind wir jederzeit offen“, macht der 1. Vorsitzende Holger Reinders deutlich, dass in der Trainerfrage noch keine finale Entscheidung gefallen ist.

Liga-Neuling SSV Erkrath zog sich bisher achtbar aus der Affäre. „Spielerisch halten wir in der höheren Klasse mit. Was uns fehlt, ist die Leistungskonstanz und die Kaltschnäuzigkeit bei der Chancenverwertung. Im Großen und Ganzen sind wir aber zufrieden“ schlussfolgert der Sportliche Leiter Dirk Wollscheid. Nach dessen Hochrechnung hat das Team von Trainer Denis Clausen, der im Oktober Aufstiegstrainer Michael Steinke ablöste, so „um die acht Punkte liegen lassen“. Clausens Ausbeute, der das Team mit vier Punkten übernahm, kann sich mit 15 Zählern sehen lassen. Der Coach bittet am 8. Januar zur ersten Übungseinheit.

Mit 13 Niederlagen hintereinander schloss der SC Rhenania Hochdahl die erste Serie ab. Der Trainerwechsel, Gregor Hermann kam im Oktober für Ralf Schranner, zeigte keine (positive) Wirkung. Derzeit steht das Team ohne Chefcoach da. Die zunächst bis Weihnachten geltende Zusammenarbeit mit Hermann wird nicht fortgesetzt. Auch, weil der 43-Jährige seine Trainertätigkeit beruflich bedingt beenden muss. „Hinter uns liegt eine enttäuschende Hinrunde. Verletzungspech, der Rückzug von Stammspielern und die Unerfahrenheit unserer weitgehend jungen Truppe sind dafür verantwortlich. Jetzt müssen wir erst einmal einen neuen Trainer finden und können dann die Planungen für die zweite Serie in Angriff nehmen“, betont der 1. Vorsitzende des SCR, Peter Knitsch.

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