Aufsteiger Mettmann-Sport freut sich aufs Oberliga-Derby

Basketball : Basketballer freuen sich aufs Oberliga-Derby

Der etablierte TuS Hilden empfängt heute Abend den Aufsteiger Mettmann-Sport in der Stadtwerke Arena – das Ende ist offen.

Basketball-Fans können sich gleich zum Auftakt der neuen Saison auf einen Leckerbissen freuen. Denn heute Abend (18 Uhr, Stadtwerke Arena) empfängt der etablierte TuS Hilden den Oberliga-Aufsteiger Mettmann-Sport. Eine Paarung, die Spannung von der ersten bis zur letzten Minute verspricht. Das liegt nicht nur an der starken Vorstellung der ME-Sport-Basketballer in den vergangenen beiden Jahren – immerhin schafften sie den Durchmarsch von der Bezirksliga über die Landesliga bis in die Oberliga. Zuletzt trafen sich die Kontrahenten bereits im Kreispokal. In der Vorrunde setzten sich die Hildener knapp mit 79:77 durch und belegten damit ungeschlagen den ersten Platz in ihrer Gruppe, unterlagen dann aber im Halbfinale Ballers’ Paradise. Besser lief es für den Gruppenzweiten ME-Sport, der im Halbfinale gegen die SG Langenfeld mit 60:37 gewann und das Finale gegen Ballers’ Paradise nicht minder deutlich mit 73:45 für sich entschied. Damit verteidigte das Team von Peter Lux seinen Kreismeister-Titel.

Vor dem ersten Oberliga-Derby üben sich die Mettmanner dennoch in Zurückhaltung. „Ich bin mal gespannt, wie das wird. Viele der Jungs kennen wir aus Wuppertal oder aus anderen Vereinen“, sagt Sebastian Wiesemann, der bisherige Kapitän von ME-Sport – ein Nachfolger steht noch nicht fest. Und dann sei im TuS-Team mit Marc Hanheide ja auch noch ein ehemaliger Mettmanner Spieler, der später nach Düsseldorf wechselte und nun nach Hilden zurückkehrte.

In der letzten Juli-Woche begann der Aufsteiger mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Allerdings verlief die durchwachsen: Urlaub, Krankheit oder Verletzung – oftmals nahm nur ein Teil der Mannschaft an den Übungseinheiten teil. Erst seit zwei Wochen trainiert das Team in voller Besetzung und entsprechend intensiv. Mit von der Partie sind auch drei Neuzugänge. Marvin Lindner und Fabian Berens spielten zuvor mit den ART Giants Düssldorf in der 1. und 2. Regionalliga. „Marvin hat in der Jugend mit uns gespielt. Wir sprechen schon seit zwei Jahren darüber, dass er zurückkommt, wenn wir in die Oberliga aufsteigen. Wegen des Studiums kann er nicht mehr so viel trainieren, außerdem wohnt er in Mettmann“, plaudert Wiesemann aus dem Nähkästchen. Fabian Berens hingegen begann seine Ausbildung bei der Bundespolizei, findet deshalb unter der Woche kaum noch Zeit zum Training. Dritter im Bunde der Neuen ist Mike Lysien vom TV Heiligenhaus. Zudem stehen mit Gordon Laschewski und Yannick Hartung noch zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft im erweiterten Oberliga-Kader.

Von einem weiteren Durchmarsch in dieser Spielzeit will Sebastian Wiesemann nichts wissen. „Das scheint unrealistisch. Wir erwarten andere Teams als wesentlich stärker“, sagt er und nennt die TG 81 Düsseldorf als „haushohen Favoriten“. Als Ziel das Aufsteigers nennt Wiesemann das „obere Mittelfeld“. Welche Stärken wollen die Mettmanner dafür in die Waagschale werfen? „Teamgeist und den Distanzwurf“, erklärt Wiesemann und ergänzt: „Wir sind eine recht ausgeglichene Mannschaft.“ Und mit 2,08-Meter-Mann Valeri Klassen haben die Mettmanner auch einen überragenden Spieler unter dem Korb.

Wie das Derby letztlich ausgeht, vermag Wiesemann nicht zu prognostizieren. Seine Wünsche: „Wir wollen offen aufspielen und das umsetzen, was wir in der Vorbereitung trainiert haben – und am besten mit einem Sieg starten.“ Nach einem Moment des Überlegens relativiert der Ex-Kapitän: „Wenn es nach vier Spielen 2:2 steht, wären wir voll zufrieden.“ Der Respekt vor dem Gastgeber TuS Hilden ist also groß. Zumal TuS-Trainerin Nadine Homann verspricht: „Wir wollen engagiert in die Saison starten.“ Denn die Hildener möchten in dieser Saison im oberen Drittel mitmischen. In die Favoritenrolle schiebt Homann allerdings andere Mannschaften. „Königshardt und die TG Düsseldorf – das sind Mannschaften, die ich ganz oben sehe“, sagt sie.

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