ME-Sport-Handballerinnen machen sich keinen Druck

Handball : ME-Sport-Frauen machen sich keinen Druck

Die Mettmanner Handballerinnen lassen die Saison nach einer durchwachsenen Vorbereitung einfach auf sich zukommen – so sagt es zumindest Trainer Marcus Laschet. Allerdings ist der Auftakt hart.

Für die Handballerinnen von Mettmann-Sport startet die zweite Verbandsligasaison nach dem Rückzug der einstigen Oberliga-Mannschaft. Auch Trainer Marcus Laschet arbeitet in der zweiten Runde mit dem Team und es könnte für die Mettmannerinnen in vielen Bereichen das berühmte „verflixte zweite Jahr“ werden.

Seit nunmehr über zehn Wochen bereiten sich die Handballerinnen auf die neue Spielzeit vor. Dabei muss der Coach mit erschwerten Bedingungen zurechtkommen: „Die Vorbereitung läuft etwas schleppend. Wir können leider nicht so arbeiten, wie gewünscht. Die meiste Zeit in den Sommerferien war die Halle geschlossen. Dazu kommen unterschiedliche Urlaubszeiten und private Veranstaltungen der Mädels, so dass wir kaum zusammen trainieren konnten.“ Probleme mit Hallenschließungszeiten haben andere Mannschaften auch. Vielmehr ärgert den engagierten Coach, dass es nur selten möglich war, mannschaftstaktische Dinge in die Übungseinheiten einfließen zu lassen. Aus diesem Grund standen das individuelle Training und die körperliche Physis im Fokus. Um den in der letzten Saison oft zu harmlosen Angriff zu verbessern, setzen die Mettmannerinnen auf bedingungslosen Tempohandball.

„Die Mannschaft ist absolut fit und jede hat sich persönlich weiterentwickelt und verbessert“, sieht Laschet viele positive Ansätze, schränkt aber ein: „Doch leider kommt die Saison für unser mannschaftliches Spiel zu schnell. Da brauchen wir noch etwas Zeit.“ Zeit, die Laschet kaum hat. Denn die ME-Sport-Handballerinnen empfangen zum Auftakt am Samstag, 14. September, um 15.30 Uhr die SSG/HSV Wuppertal zum Eröffnungsspiel. Es folgt die Auswärtspartie bei der Zweitvertretung der SG Überruhr, bevor Aufsteiger Bergischer HC seine Visitenkarte im Herrenhaus abgibt. Für Laschet sind es gleich zwei Meisterschaftskandidaten zum Start: „Die SGÜ und den BHC zähle ich neben dem TV Ratingen und sicher noch einer Überraschungsmannschaft zum Kreis der Titelanwärter.“

Sein eigenes Team sieht Laschet vor einer ähnlich schwierigen Saison wie im Vorjahr, in der die Mettmannerinnen sich trotz einer starken Hinrunde erst auf der Zielgeraden den Klassenerhalt sichern konnten. Dabei wird es abermals auf die Heimstärke ankommen. „Natürlich wollen wir möglichst schnell so viele Punkte wie möglich sammeln. Mit Druck gehen wir aber nicht in die Saison“, bleibt Laschet gelassen und fokussiert.

Nicht mehr dabei ist dann Torhüterin Franziska Mörchen. Der starke ME-Sport-Rückhalt hat die Schuhe an den Nagel gehangen. Auch Svenja Strunk (Fersensporn) und Lena Tiedermann (Schulter-Operation) gehören vorerst nicht dem Kader an. Eileen Fehlauer kehrt dafür nach ihrer Kreuzbandverletzung zurück und auch drei A-Jugendliche will Laschet in den erweiterten Kader nehmen. „Alle bekommen die gleiche Chance“, sagt der Trainer und geht mit dieser Erwartungshaltung auch in die neue Spielzeit: „Wir lassen es auf uns zukommen.“

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