Basketballer des TuS Hilden haben höhere Ziele

Basketball : TuS-Basketballer haben höhere Ziele

Nach einer intensiven Vorbereitung mit Testspielen gegen Regionalligisten sehen die Hildener dem Saisonstart gelassen entgegen. Allerdings erwarten sie gleich zum Oberliga-Start am Samstag Aufsteiger Mettmann-Sport zum Derby.

Hinter den Basketballern des TuS Hilden liegt eine intensive Vorbereitung mit drei bis vier Übungseinheiten wöchentlich. Zudem legte Trainerin Nadine Homann viel Wert auf Freundschaftsspiele gegen höherklassige Mannschaften. Wie bei der TG Stürzelberg, dem letztjährigen Oberliga-Meister und Aufsteiger in die 2. Regionalliga. Obwohl aufgrund kurzfristiger Ausfälle nur mit sieben Spielern angetreten, setzten sich die Hildener am Ende mit 53:48 durch.

Nicht ganz so gut lief es für den TuS 96 beim eigenen Vorbereitungsturnier, das unter dem Namen Matthias-Mauksch-Cup 2019 fungierte. Die Zuschauer bekamen in der Stadtwerke Arena ein hochklassiges Teilnehmerfeld geboten. In der Gruppe A spielten neben Ausrichter TuS Hilden (Oberliga) die BG Hagen (1. Regionalliga) und die DJK Erftbaskets Euskirchen (2. Regionalliga). In der Gruppe B standen die SW Baskets Wuppertal (2. Regionalliga), Rhein Stars Köln (NBBL) und die DJK Adler Frintrop (2. Regionalliga). Im Modus „Jeder gegen jeden“ ging es über zweimal 20 Minuten um den Gruppensieg. Das Finale erreichten die BG Hagen und die DJK Frintrop. Das Endspiel ging wie alle anderen Platzierungsspiele über die regulären viermal zehn Minuten. Letztlich holten die Hagener mit einem 66:60-Sieg den Pokal.

Die TuS-Basketballer unterlagen in der Vorrunde Euskirchen mit 52:55 und Hagen mit 33:60. Daher blieb nur die Partie um Platz fünf. Hier setzte sich das Team von Nadine Homann mit 60:55 gegen Köln durch. Den dritten Rang belegten die Euskirchener, die die Baskets Wuppertal knapp mit 73:72 bezwangen. „Alle Mannschaften waren mit dem Turnier zufrieden“, berichtet Homann. Einziger Wermutstropfen: „Es kamen nicht so viele Zuschauer wie erhofft.“

In dieser Saison tritt der TuS 96 in der Oberliga mit einem leicht veränderten Kader an. Nicht mehr dabei sind Aras Kol und Ace Abanador, die beide aus familiären und beruflichen Gründen kürzer treten wollen, aber aushilfsbereit sind, falls „Not am Mann“ ist. Neu im Oberliga-Team ist Marc Hanheide. Der Center war zuletzt in der Landesliga für den TV Grafenberg im Einsatz, durchlief aber in jungen Jahren alle Jugendmannschaften des TuS 96. Vom Zweit-Regionalligisten Schwelm kommt Flügelspieler Mustafa Al-Baghdadi. Als Königstransfer gilt Omar Collington. Der US-Amerikaner ist für den Aufbau oder die Flügelposition eingeplant. „In den letzten zwei bis drei Jahren war er nur Trainer, will dieses Jahr aber noch einmal angreifen“, sagt TuS-Trainerin Homann. Gleich drei Akteure rücken aus der eigenen zweiten Mannschaft ins Oberliga-Team: Makaty Mbaye, David Stasica und Max Staschik, der allerdings erst am Anfang der Rückrunde zur Verfügung steht, da er ein Auslandssemester in Amerika absolviert. Ebenfalls bis Anfang des nächsten Jahres fällt Aaron Burmeister aus, der sich einen Anriss des Syndesmosebandes im Sprunggelenk zuzog.

Während die Meisterschaft erst am Wochenende beginnt, hatten die TuS-Basketballer im WBV-Pokal bereits ihren ersten Einsatz. Beim Landesligisten SG Langenfeld setzten sich die Hildener mit 66:58 (31:30) durch. Wirklich zufrieden war Homann mit der Leistung aber nicht. „Es war sehr knapp, weil wir den Gegner nicht ernst genommen haben“, sagt sie und erklärt: „In der ganzen Vorbereitung haben wir nur gegen Erst- oder Zweit-Regionalligisten gespielt und jetzt kam ein Gegner, der eine Klasse unter uns spielt.“ Immerhin zeigte das TuS-Team im letzten Test gegen den Regionalligisten ART Giants Düsseldorf noch einmal eine gute Vorstellung und verlor in knapper achtköpfiger Besetzung lediglich mit 73:77.

Bleibt abzuwarten, wie der Oberliga-Auftakt am Samstag (18 Uhr, Stadtwerke Arena) gegen Aufsteiger Mettmann-Sport gelingt. Das Saisonziel ist jedenfalls klar: „Wir wollen oben mitspielen, aber das wird auch dieses Jahr nicht einfach“, stellt Homann fest.

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