ASV Mettmann kassiert vermeidbare Niederlage beim SC Sonnborn

Fußball : ASV Mettmann wacht zu spät auf

In einer von Nickligkeiten geprägten Bezirksliga-Partie zieht das Team von Maik Franke in Sonnborn den Kürzeren und verliert Ertan Sahin durch eine rote Karte.

Was bereits vor der Partie zwischen dem SC Sonnborn und dem ASV Mettmann viele ahnten, traf ein. Es war ein Derby mit vielen Nickligkeiten, zwei Platzverweisen – auf ASV-Seite Ertan Sahin – und großer, von außen herein getragener Hektik. „Hinzu kam ein Schiedsrichter, der mit der Leitung dieser Bezirksliga-Begegnung völlig überfordert war“, sagte Maik Franke. Der ASV-Trainer war nach der 3:4-Niederlage bei den abstiegsbedrohten Sonnbornern ziemlich sauer. Vor allem mit der Vorstellung seines Team im ersten Durchgang, als der ASV mit 1:4 zurücklag, war er überhaupt nicht einverstanden. „Das war die schwächste Halbzeit-Leistung, seit ich Trainer beim ASV bin.“ Immerhin zeigte seine Truppe nach dem Seitenwechsel Moral und dominierte die Partie. „Das lässt mich für das Derby in der kommenden Woche gegen den 1. FC Wülfrath hoffen.“

Die Gäste fanden in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht zu ihrem Spiel, gewannen keine Zweikämpfe und ließen keinen zielstrebigen Spielaufbau erkennen.. Die Sonnborner, die von ihrem neuen Trainer Meher Siala, der den ASV gut kennt, klug eingestellt wurden, nutzten das zerfahrene Auftreten der Gäste und das miserable Abwehrverhalten eiskalt aus. Der SC ging nach elf Minuten durch Nobil Asouni mit 1:0 in Führung. Nicht nur die Defensivabteilung des ASV fand nicht zur Ordnung, auch der junge Keeper David Becker strahlte keine Sicherheit aus, so dass es im ASV-Strafraum mehrfach lichterloh brannte. Bei einer der wenigen geglückten Offensivaktionen scheiterte Bajrush Azemi knapp mit einem Distanzschuss. Dann erhöhten die Gastgeber durch Vincent Jösch auf 2:0 (21.). Sonnborns Keeper patzte nach einer Flanke und Yassir Assakourm verkürzte per Kopfball auf 1:2 (29.). Das Siala-Team ließ sich davon nicht beeindrucken und agierte weiterhin überlegen. Ausgerechnet der Ex-Mettmanner Phil Elienberger, der sich gegen seine ehemaligen Kollegen hochmotiviert zeigte, erhöhte auf 3:1 (36.). Als dann erneut Aouni gar zum 4:1 (41.) traf, hatte Maik Franke die Faxen dicke. „In der Halbzeitpause bin ich in der Kabine etwas lauter geworden“, sagte er.

Die Gardinenpredigt schien die Mettmanner Fußballer aufgeweckt zu haben. Die Mannschaft zeigte nach dem Wiederanpfiff die vom Trainer geforderte Reaktion und diktierte im zweiten Abschnitt das Geschehen.

Nach einer hohen Hereingabe in den Sonnborner Strafraum köpfte der aufgerückte Defensivspieler Robin Fellgiebel zum 2:4 (55.) ein. Als Ali Assakur (74.) sogar der Anschlusstreffer gelang, keimte beim ASV Hoffnung auf, die sich aber in der hektischen und von vielen Fouls geprägten Schlussphase nicht erfüllte.

ASV Mettmann: Becker (89. Gaszak) – Karanfilovski, Sahin, Fellgiebel, Fürguth (67. Top), Y. Assakour, Dogan, Tahiraj, Duraku, A. Assakour, Azemi (67. Glittenberg).

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