Fußball: Absteiger ASV Mettmann sucht neues Personal

Fußball : Absteiger ASV Mettmann sucht neues Personal

Ludwig Kofo Asenso ist der neue Sportliche Leiter. Zudem kommt als Spieler der oberliga-erfahrene Wale Afees Arogundade.

Trotz der Sommerpause herrscht beim Landesliga-Absteiger ASV Mettmann keine größere Ruhe. Der Verein war auf der Suche nach einem neuen Sportlichen Leiter und meldet nun Vollzug. Mit sofortiger Wirkung hat Ludwig Kofo Asenso die ausgeschriebene Stelle angetreten. "Wir sind als Vorstand sehr froh, dass es uns gelungen ist, einen ehemaligen Oberligaspieler für diese wichtige Aufgabe gefunden zu haben. Er hat umgehend seine neue Tätigkeit angetreten und meldet mit Neuzugang Wale Afees Arogundade vom Bezirksligisten Fortuna Bottrop, der früher auch Oberliga spielte, bereit seine erste Neuverpflichtung", erklärt Klaus Remus. Der Geschäftsführer des ASV Mettmann betont, dass der neue Sportliche Leiter bei seinem Vorstellungsgespräch einen fachlich kompetenten und seriösen Eindruck hinterlassen habe. Mit seinem Konzept für diesen wichtigen Job habe er den Vorstand überzeugt. Auch Maik Franke zeigt sich beeindruckt. "Wir haben schon einige Gespräche geführt und es fällt direkt auf, dass Ludwig Kofo Asenso über gutes fußballerisches Fachwissen verfügt. Im Managementbereich des ASV kann er wichtige Akzente setzen." Der ASV-Trainer lobt zudem die kommunikativen Fähigkeiten des 30-Jährigen. "Der kommt vom Typ her recht locker daher, formuliert seine Ziele aber klar, deutlich und unmissverständlich. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit."

Ludwig Kofo Asenso geht seine neue Aufgabe mit Elan an. Foto: Archiv/Matzerath

Im Gespräch mit unserer Redaktion betonte Ludwig Kofo Asenso, der zuletzt als Co-Trainer der U 19 des KFC Uerdingen arbeitete, dass er sich beim ehemaligen ASV-Kapitän Thomas Zelles, mit dem er zusammen beim Oberligisten 1. FC Bocholt spielte, Informationen über den ASV Mettmann eingeholt habe. "Thomas sprach sehr positiv über diesen Klub und das Umfeld." Keine Probleme sieht der neue Sportliche Leiter darin, dass er zuletzt nicht in der unmittelbaren regionalen Fußballszene aktiv war. "Ich habe im Kreisgebiet gute Kontakte zu den Sportfreunden Baumberg und dem 1. FC Monheim. Außerdem kenne ich die Düsseldorfer Fußballszene recht gut. Daher fühle ich mich gerüstet, um Fußballer aus der Region für den ASV Mettmann zu begeistern."

Zuletzt stieg der hochgewachsene Innenverteidiger mit dem TuS Gahlen in die Bezirksliga auf. Er gab erst kürzlich beim ambitionierten AKreisligisten TuRa 1888 Duisburg eine Zusage als Spieler für die kommende Saison. "Ich muss mal sehen, wie ich diesen Spagat - aktiv für die Duisburger zu spielen, andererseits als Sportlicher Leiter des ASV Mettmann zu fungieren - hinbekomme. Da ich aber den Duisburgern vor meinem Engagement beim ASV bereits eine Zusage gegeben hatte, ist es für mich selbstverständlich, dass ich diese Zusage einhalte. Das ist auch eine Charakterfrage", betont Asenso.

Hinsichtlich nicht eingehaltener Zusagen kann der ASV ein Liedchen singen. "Jonas Schulte hatte fest bei uns für die kommende Saison zugesagt. Ohne uns vorher zu informieren, wechselt er jetzt zum Bezirksliga-Aufsteiger Ratingen 04/19 II und macht sich dort Hoffnungen auf die Aufnahme in den Oberliga-Kader", berichten Klaus Remus und Maik Franke, die beide einen "ganz dicken Hals" haben. Ludwig Kofo Asenso, der früher für die Oberligisten Sportfreunde Baumberg, VfR Krefeld-Fischeln und 1. FC Bocholt spielte und im Ruhrgebiet mit Rot-Weiß Oberhausen, Westfalia Herne und dem Regionalligisten SG Wattenscheid 09 bei namhaften Vereinen unter Vertrag stand, kann die Umstände von Schultes Wechsel nicht ganz nachvollziehen, blickt aber hinsichtlich des neuen Kaders des ASV recht optimistisch in die Zukunft. "Ich bin derzeit mit drei, vier Spielern im Gespräch, die aufgrund ihres spielerischen Formats dem ASV sicherlich helfen können."

Maik Franke bemüht sich zudem mit dem Vorstand um die Verpflichtung eines neuen Co-Trainers, nachdem Özkan Akbayir in gleicher Funktion zum Bezirksliga-Aufsteiger SC Sonnborn wechselte, "Ich möchte mit einem Kader von 22 Fußballern arbeiten, dafür brauche ich einen Co-Trainer", erklärt der ASV-Coach.

(klm)
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