Lokalsport : Zhou warnt vor Pia Walkenhorst

In den Skurios Volleys Borken empfangen die Volleyballerinnen des TSV Bayer 04 nicht nur einen schweren Gegner, sondern in Pia Walkenhorst die Schwester einer Volleyball-Berühmtheit.

8,55 Millionen Zuschauer sahen bei Olympia 2016 zu, als Kira Walkenhorst und ihre Partnerin Laura Ludwig im Sand der Copacabana Gold im Beachvolleyball gewannen. Seitdem kennt das Doppel wohl jeder sportbegeisterte Deutsche. Pia Walkenhorst hat es zwar bisher nicht zum ganz großen Wurf geschafft, für den TSV Bayer wird sie morgen dennoch zur Gefahr.

Noch in der vergangenen Spielzeit wurde die 23-Jährige auf der Position des Zuspiels eingesetzt, aber in dieser Saison bekleidet sie den Angriff auf den Außen. "Sie ist mit 1,93 Metern sehr groß und macht die meisten Punkte ihres Teams", betonte Headcoach Zhong Yu Zhou. Jede Mannschaft habe eine bevorzugte Anspielstation - das wüssten auch seine Sechs. Dennoch sei es schwer, Walkenhorst aufgrund ihrer Körpergröße und der damit verbundenen Angriffswucht zu stoppen. Schließlich könne sie über den Block schlagen. "Wenn die Abwehr am Netz nicht funktioniert, dann muss das durch mehr Arbeit hinten aufgefangen werden", sagte Zhou, "es muss jeder helfen." Dahingehend mache sich der 61-Jährige allerdings wenig Sorgen. Das Team habe einen guten Teamgeist, arbeite mit- und nicht gegeneinander.

Im Hinspiel musste Bayer einen 1:2-Rückstand wettmachen, holte am Ende in fünf Sätzen aber immerhin zwei Punkte. "Das ist damals nicht nach unserem Wunsch gelaufen", erinnert sich Zhou. Der TSV sei in nahezu jeder Partie Favorit, nehme - ganz nach Zhous Kredo - den Gegner aber immer ernst.

Und das wird auch nötig sein. Während Tabellenführer Köln durch einen Doppelspieltag, an dem es auf Emlichheim und Schwerin trifft, seinen Vorsprung ausbauen kann, muss Bayer durch drei Zähler dringend Anschluss an das Team der Deutschen Sporthochschule halten.

(brü)
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