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TuS 82 Opladen schlägt die SG Menden Sauerland Wölfe mit 24:22

Handball, 3. Liga : TuS 82 gewinnt trotz mehrerer Fehlwürfe

Opladens Handballer schlagen im ersten Drittliga-Heimspiel der Klubgeschichte die SG Menden Sauerland Wölfe mit 24:22. Für den Sieg reichen der Mannschaft von Trainer Fabrice Voigt 14 sehr starke Minuten.

Die Anspannung bei den Handballern des TuS 82 Opladen war groß. In die Dritte Liga aufgestiegen war die Mannschaft bereits im Frühjahr 2020, doch erst jetzt – fast 18 Monate und eine weitere abgebrochene Saison später – durfte sie zum ersten Mal zu Hause antreten. Nicht alles funktionierte gegen die SG Menden Sauerland Wölfe, doch über einen 24:22-Erfolg und 14 Minuten richtig starken Handball durfte sich das Team aus Leverkusen trotzdem freuen.

9:9 stand es zur Pause, dann zog der TuS 82 durch Oliver Dasburg, Markus Sonnenberg sowie je zwei Treffern von Birger Dittmer, Yannik Nitzschmann und Maurice Meurer auf 17:11 davon. „In dieser Phase haben wir ein Mal so gespielt, wie wir uns das vorstellen. Diese guten Minuten haben uns den Sieg gebracht“, sagte Trainer Fabrice Voigt. Er wirkte angesichts der Leistung seines Teams ansonsten kaum euphorisiert. „Das muss man wirklich einräumen: Wir haben selten zu unserem Spiel gefunden, viele Fehlwürfe gehabt, einige schlechte Entscheidungen im Angriff getroffen“, haderte der Coach. „Von der 17:11-Führung haben wir bis zum Ende gezehrt.“

  • TuS Opladens Maurice Meurer (mit Ball)
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Die Gäste kamen in den letzten fünf Minuten noch zwei Mal auf ein Tor heran, es wurde mit einigen Zeitstrafen für Menden hektisch. Profit zogen die Opladener zunächst aber nicht daraus. Dasburg vergab einen Siebenmeter, bevor Nitzschmann das in diesem Moment erlösende 23:21 markierte. Den Schlusspunkt zum 24:22 setzte Dasburg. „Yannik Nitzschmann war eigentlich der Einzige, der seine Würfe konsequent verwandelt hat“, lobte Voigt den Linksaußen. „Und er hatte in Überzahl dann auch den Mut, sich den Wurf zu nehmen.“

Davon abgesehen war der Coach nur mit der Abwehr zufrieden. Die agierte mit den Kreisläufern Maurice Meurer, Jan Jagieniak beziehungsweise Hendrik Rachow im Innenblock. Nur Maximilian Klein bekamen die Opladener nicht in den Griff. Der Rückraumspieler der Gäste versenkte neun Mal, während der Rest seines Teams blass blieb. Hochkarätig war das erste Heimspiel des TuS von beiden Seiten nicht, aber immerhin „war es ein Spiel mit Happy-End für uns“, sagte Voigt. „Wir haben noch viel Luft nach oben, aber trotzdem die ersten beiden Punkte in der Tasche. Das ist viel wert.“

Mit dem ungewöhnlichen Spielort, der Burscheider Schulberghalle, war der TuS 82 derweil vollends zufrieden. „Es war hervorragend organsiert und einfach super, endlich wieder vor Zuschauern zu spielen“, sagte der Trainer. In die Opladener Bielerthalle wären wohl mehr als 100 Fans gekommen, doch auch diese Unterstützung sei „Balsam für die Sportlerseele“ gewesen.

TuS 82 N. Schmidt, Trögel – Dittmer (5), Nitzschmann (5), Jagieniak (4), M. Sonnenberg (4/1), Meurer (3), Dasburg (2/1), Anger (1), Bachler, Rachow, J. Sonnenberg, Boelken, Krefting, Rinke.