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TuS 82 Opladen: 34:28-Sieg bei der SG Menden stoppt den Abwärtstrend

Handball, 3. Liga : TuS 82 Opladen stoppt den Abwärtstrend

Nach zwei Niederlagen in Folge gelingt den Drittliga-Handballern zum Start in die Rückrunde ein 34:28-Erfolg bei der SG Menden. „Es ist wirklich wichtig, dass das geklappt hat“, sagt Trainer Fabrice Voigt.

Neun Spieltage lang ritt der TuS 82 Opladen auf einer Erfolgswelle in der 3. Handball-Liga, doch dann kassierten die Leverkusener zwei Niederlagen in Folge – und plötzlich war die Unsicherheit wieder da. Würde der grandiose Start von 16:2-Punkten doch nicht zum sechsten Platz und damit für den direkten Klassenerhalt reichen? „Dieser Faktor war im Training spürbar“, sagte Trainer Fabrice Voigt, der sich umso glücklicher zeigte, dass seine Mannschaft nun wieder ein Erfolgserlebnis feierte. Durch eine starke zweite Halbzeit gewann der TuS 82 mit 34:28 (16:15) bei der SG Menden Sauerland Wölfe.

„Es ist wirklich wichtig, dass das geklappt hat“, betonte Voigt. „Dabei hatte der Tag nicht besonders gut angefangen.“ Eigentlich wollten die Leverkusener mit dem Bus ins Sauerland reisen. Doch es gab ein Missverständnis bezüglich des Termins, so dass die Spieler dann doch spontan mit ihren privaten Pkw fuhren mussten. Einen spürbaren Nachteil hatten sie dadurch nicht, auch wenn sich in der ersten Halbzeit keine Mannschaft absetzen konnte.

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Maurice Meurer prallte in der Abwehr mit dem Knie eines Gegenspielers zusammen, so dass der Torjäger und Innenblockspieler früh ausgewechselt werden musste. Dazu kassierte Hendrik Rachow bereits in der 17. Minute seine zweite Hinausstellung. „Uns gingen damit die Abwehrspieler fürs das Zentrum aus. Deswegen haben wir auf eine 5:1-Deckung umgestellt“, erklärte der Coach. Philipp Jäger agierte auf der Spitze und sorgte für Unruhe beim Gegner. „Er hat das gut gemacht“, lobte Voigt den Zugang, der offensiv noch Zeit zur Eingewöhnung benötigt.

Einen entscheidenden Vorsprung warfen die Opladener bis zur Pause aber nicht heraus. Mit einem knappen 16:15-Vorsprung kamen die Gäste aus der Kabine und gingen defensiv ein höheres Risiko ein. Jan Jagieniak stand wieder gemeinsam mit Rachow im Innenblock einer 6:0-Abwehr – wohlwissend, dass stets die dritte Hinausstellung und damit eine Rote Karte drohte. „Kämpferisch war das ganz stark, und vor allem haben die beiden Jungs extrem diszipliniert agiert“, sagte Voigt, der bis zum Schluss auf Rachow zurückgreifen konnte.

Die Deckung war einer der Schlüssel zum Sieg. Ein anderer waren gute Paraden von Torhüter Nils Thorben Schmidt sowie entscheidende Treffer im Positionsangriff. Marius Anger spielte nur 20 Minuten, erzielte dabei aber drei wichtige Tore, mit denen sich die Opladener absetzen konnten. Oliver Dasburg und Birger Dittmer fanden bei sieben beziehungsweise acht eigenen Toren ebenfalls gute Lösungen aus dem Rückraum. Yannik Nitzschmann und Markus Sonnenberg räumten erfolgreich von außen ab.

Im Gegenstoß und erweiterten Tempospiel waren die Leverkusener allerdings noch nicht wieder so gefährlich wie zu ihrer erfolgreichsten Saisonphase Mitte der Hinrunde. „Da waren wir ein wenig zu fehlerbehaftet, so dass wir immer wieder bewusst das Tempo rausgenommen haben“, erklärte Voigt. Dass sich die Taktik lohnte, bewies die hohe Quote im gebundenen Angriff. Der Trainer war zufrieden: „Auf diese Leistung können wir aufbauen.“

TuS 82 N. Schmidt, J. Schmidt - Dittmer (8/2), Nitzschmann (7), Dasburg (7/1), Anger (3), M. Sonnenberg (2), J. Sonnenberg (2), Rachow (2), Jagieniak (2), Meurer (1), Bachler, Boelken, Krefting, Jäger, Rinke.