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Bayer 04 Leverkusen: Fußballerinnen spielen gegen Essen vor Zuschauern

Fußball, Frauen-Bundesliga : Das Warten der Fußballerinnen hat ein Ende

Bayers Bundesliga-Frauen bestreiten am Sonntag gegen Essen ihr erstes Heimspiel vor Zuschauern seit anderthalb Jahren. Die Vorfreude ist bei Trainer Achim Feifel und den Spielerinnen groß.

Das letzte Heimspiel vor eigenen Fans bestritten Bayers Bundesliga-Fußballerinnen vor mittlerweile über anderthalb Jahren. Entsprechend groß waren vor diesem Wochenende die Aufregung und die Vorfreude aller Beteiligten. Denn nach einer langen Durststrecke mit ausschließlich Geisterspielen daheim sind am Sonntag ab 14.30 Uhr gegen die SGS Essen erstmals wieder Fans zugelassen. Es gilt – mit wenigen Ausnahmen – die 2G-Regel. Bis zu 654 Sitzplatzkarten stehen im Ulrich-Haberland-Stadion zur Verfügung. „Das ist wirklich toll und motiviert uns noch einmal zusätzlich“, betont Trainer Achim Feifel.

Gefühlt sei das letzte normale Heimspiel eine halbe Ewigkeit her – und auch sportlich erscheint es inzwischen wie aus einer längst vergangenen Zeit. Denn beim Treffen mit dem FC Bayern im Februar 2020 steckten die Leverkusenerinnen als Kellerkind noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt, der nur denkbar knapp gelang. Zum Wiedersehen mit den eigenen Anhängern kommt die Feifel-Elf mit vielen neuen Gesichtern – und vor allem als Team mit deutlich höheren Ambitionen. „Platz fünf in der Vorsaison war ein schöner Erfolg, aber davon können wir uns jetzt nichts mehr kaufen. Wir müssen uns wieder ganz neu beweisen, um das zu wiederholen“, warnt der Coach.

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Deshalb fordert er eine klare Steigerung im Vergleich zur Leistung beim 3:0-Auftaktsieg bei Aufsteiger Jena. „Essen ist ein Gegner von ganz anderem Format. Da dürfen wir uns solche Nachlässigkeiten nicht erlauben.“ Gemeint sind insbesondere die deutlichen Defizite in der Grundordnung, der Konterabsicherung und dem Umschlatverhalten, die seine Schützlinge in Jena offenbarten. „Daran haben wir unter der Woche ganz gezielt gearbeitet“, verrät der Übungsleiter.

Wie in Leverkusen hat sich auch bei der SGS der Kader in diesem Sommer deutlich verändert und ist jünger geworden. Dennoch erwartet Feifel einen spielstarken, hungrigen Gegner, der bemüht ist, konstruktive und spielerische Lösungen zu finden. Mehr Ballbesitz für den Gegner als in Jena sieht er dabei nicht als Problem an. „Ganz Im Gegenteil: Daraus können sich auch Umschaltmomente für uns ergeben, die wir zu schnellen Kontern nutzen können“, sagt er.

Verzichten muss der Leverkusener Coach wohl nicht nur auf die drei Rekonvaleszenten Nina Brüggemann, Jessica Wich und Julia Pollak, die aktuell im Aufbautraining langsam und vorsichtig herangeführt werden. Auch Kristin Kögel (Zerrung im Knie) und Lara Marti (muskuläre Probleme) werden vermutlich fehlen.

Für das Nachbarschaftsduell am Sonntag müssen sich die Zuschauer erst einmal nur leicht umstellen. Statt wie gewohnt um 14 Uhr wird diese Partie eine halbe Stunde später angepfiffen. Insgesamt werden die Spieltage nun auf deutlich mehr Anstoßzeiten aufgeteilt. Das geschieht zur besseren Vermarktung der Frauen-Bundesliga, deren Partien in dieser Saison im TV von Magenta Sport übertragen werden.

Es kann nun durchaus dazu kommen, dass auf ein spätes Auswärtsspiel sonntags ein Spiel am Freitag folgt. „Dann beeinträchtigt und beeinflusst das natürlich auch die Trainingswoche. Aber am Ende machen wir das gerne, wenn das hilft, dem Frauenfußball mehr Aufmerksamkeit zu sichern“, versichert Feifel.