TSV Bayer 04 Leverkusen: Elfen erobern die „Hölle-Nord“ in Buxtehude

Sieg mit zwei Toren Vorsprung : Elfen erobern in Buxtehude die „Hölle-Nord“

Eine Woche vor dem Duell mit Meister Bietigheim haben die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen einen eindrucksvollen Auswärtssieg gefeiert. Beim Buxtehuder SV setzte sich die von Robert Nijdam trainierte Mannschaft knapp, aber verdient mit 24:22 durch.

Mit der Schlusssirene übernahmen Bayers Bundesliga-Handballerinnen akustisch die sonst für ihre packende Stimmung bekannte „Hölle-Nord“ in Buxtehude. Die lautstarke Unterstützung der Heimfans während der Partie ging nahtlos über in die stimmgewaltige Feier der Elfen. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, hallte es durch die Spielstätte. Die Spielerinnen des TSV hatten allen Grund, vergnügt im Kreis hüpfend ihre Freude in die Welt hinaus zu schreien. Denn mit dem 24:22 (11:12) beim Buxtehuder SV hatten sie soeben ein packendes Duell knapp für sich entschieden.

„Wir sind wirklich sehr froh über die Punkte“, sagte Elfen-Coach Robert Nijdam. Er war ehrlich genug, einzugestehen, dass dazu neben Moral und Einsatz auch eine Portion Glück vonnöten war. Wie sich die Gastgeberinnen trotz zahlreicher Ausfälle präsentierten, nötigte Nijdam Respekt ab. „Sie haben uns das Leben sehr schwer gemacht.“

Mühe hatten seine Elfen insbesondere in der ersten Halbzeit. In den 30 Minuten bis zur Pause zählte Nijdam gleich acht technische Fehler und zwölf vergebene Würfe. An diesen Zahlen machte er auch fest, dass der Erfolg am Ende glücklich ausgefallen ist. „Das sind 20 nicht genutzte Angriffe. Und es ist viel Arbeit, diese verpassten Chancen wieder gutzumachen“, betonte der Trainer.

Leisteten sich die Elfen im Vorwärtsgang einige Unzulänglichkeiten, die der Atmosphäre und dem mitunter etwas hektischen Spiel geschuldet waren, überzeugten sie in der Defensive erneut. „Bayer hat unser Spiel sehr gut gelesen“, sagte BSV-Coach Dirk Leun. Der Sieg der Gäste sei knapp, aber nicht unverdient: „Am Ende zählen die Tore.“

Angeboten für ein Sonderlob, das Nijdam aufgrund des starken Kollektivs nicht aussprechen wollte, hätten sich Prudence Kinlend (5 Tore) oder Torhüterin Vanessa Fehr, die 15 Paraden zeigte. Weiter geht’s für Nijdam und seine Schützlinge in der Liga am Sonntag gegen den Meister und Titelfavoriten Bietigheim.

Elfen Fehr, Kurzke (nur bei Siebenmetern) - Thomaier (3), Jurgutyte, Seidel (2), Zschocke (2), Souza (1), Bruggeman, Kinlend (5), Einarsdottir (1), Huber (3/2), Adams, Jo. Rode (4/2), Je. Rode, E. Rode (nicht eingesetzt).

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