TSV Bayer 04 Leverkusen: Handballerinnen unterliegen der SG BBM Bietigheim

25:32 gegen Bietigheim : Coach Nijdam ist trotz Niederlage zufrieden mit seinen Elfen

Die Bundesliga-Handballerinnen des TSV Bayer 04 waren dem Spitzenreiter aus Bietigheim unterlegen, überzeugten aber zumindest kämpferisch.

Trainer Robert Nijdam ist ehrgeizig und möchte freilich jede Partie gewinnen. Mit der 25:32 (13:18)-Niederlage gegen die SG BBM Bietigheim konnte der Niederländer aber wie die Fans der Elfen gut leben. Denn trotz der Pleite lieferten die Leverkusenerinnen dem eindeutigen und weiterhin verlustpunktfreien Titelfavoriten einen großen Kampf. „Das war ein wirklich gutes Spiel von uns“, waren sich der Coach und die derzeit verletzte Kapitänin Anna Seidel einig.

Sie wussten die Klasse des Gegners einzuschätzen und trauerten nicht den vier Gelegenheiten hinterher, in denen der Außenseiter den Spielstand auf vier Treffer Rückstand verkürzen konnte. Den Konjunktiv vermieden sie auch bei der Betrachtung von vier Aluminium-Treffern und der gleich zweimal nicht genutzten doppelten Überzahl. „Solche Situationen findet man immer, wenn man sie sucht. Bietigheim hat das auch einfach gut gemacht und immer dann, wenn es nötig war, große Qualitäten gezeigt“, zollte Nijdam der Leistung des Gegners Respekt.

Auch Nachfragen zur vermeintlich schwachen Chancenverwertung (26 Fehlversuche, 25 Treffer) verbat sich der Elfen-Coach. „Da stand auch ein richtig starker Mittelblock dagegen – und Dinah Eckerle und Valentyna Salamakha sind zwei Torhüterinnen, die durchaus auch mal in der Lage sind, einen Ball zu halten“, betonte er scherzhaft die starke Leistung der Keeperinnen untertreibend.

Freude machte Nijdam, dass auch auf Leverkusener Seite eine Keeperin groß auftrumpfte. Vanessa Fehr hielt nach ihrer Hereinnahme stark. Der Trainer bescheinigte ihr eine „tolle Leistung“. Zufrieden war der Übungsleiter auch mit der Gesamtleistung – insbesondere nach dem Seitenwechsel. „Das war insgesamt kämpferisch stark. Im zweiten Durchgang haben wir auch viel besser verteidigt, im Angriff dynamischer gespielt und sind mehr als Einheit aufgetreten“, analysierte er.

Seidel, die für www.handball-deutschland.tv als Gast-Kommentatorin aktiv war, hat die Hoffnung, aus dem Treffen mit dem Primus zwar keine Punkte, aber Selbstvertrauen mitzunehmen. „Das war viel Positives drin“, bescheinigte die Spielführerin ihren Mit-Elfen. Die Niederlage sei angesichts der gezeigten Leistung zwar verdient, aber sicherlich zu hoch ausgefallen. „Vier Tore Abstand hätten es auch getan“, befand sie.

Mit einer vergleichbaren Leistung sieht Seidel gute Chancen für die anspruchsvolle nächste Aufgabe. Die führt die Elfen bereits am Freitag zum Tabellennachbarn nach Dortmund. Das ist deutlich eher ein Team, gegen das die Leverkusenerinnen bestehen müssen, wollen sie sich den Traum von der Europapokal-Qualifikation erfüllen.

Elfen Kurzke (bis 22.). Fehr (ab 22.) - Jurgutyte (3), Zschocke (3), Potocki (4/2), Souza (2), Kämpf (3), Hodel, Berndt (1), Berger (1), Jo. Rode, von Pereira, Je. Rode (7/2), E. Rode (1).