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Leverkusen: Einfamilienhaus ist nach Brand unbewohnbar

Feuer in Lützenkirchen : Einfamilienhaus ist nach Brand unbewohnbar

Ein technischer Defekt bei einem auf der Terrasse stehenden Kühlschrank ist laut Polizei die Ursache für das Feuer am Samstagabend.

Das polizeiliche Absperrband ist noch nicht komplett entfernt. An einer Seite vor dem Weg zum Einfamilienhaus an der Straße Auf dem Herberg, das am Samstagabend in Flammen stand, ist es noch angebunden und flattert im Wind. Durch die offenen Fenster sind die verrußten Wände zu sehen. Ansonsten deutet von der Vorderseite wenig darauf hin, dass am Wochenende ein Brand ausgebrochen war, den die Feuerwehr mit 56 Einsatzkräften bekämpft hatte.

Der Blick von der Rückseite offenbart das Ausmaß der Zerstörung. „Ein Kühlschrank, der auf der Terrasse stand, hatte wohl einen technischen Defekt und fing Feuer“, sagt ein Sprecher der Polizei. Das Feuer griff dann zunächst auf das Wohnhaus über, anschließend auch auf das angrenzende Einfamilienhaus. Dieses Haus wurde nach Lüftungsarbeiten den Besitzern bereits wieder übergeben. „Aus kriminaltechnischer Sicht ist das Haus, an dem das Feuer ausgebrochen war, wieder freigegeben. Es ist allerdings unbewohnbar“, ergänzt der Polizeisprecher.

Die Bewohner konnten am Montagvormittag in das Haus, um sich einen Überblick zu verschaffen. Sie machten Fotos, trugen einige Dinge heraus, die von den Flammen verschont geblieben waren. Über das Unglück sprechen wollten sie nicht. Laut Feuerwehr sind sie vorerst bei Verwandten untergekommen.

Gegen 23.30 Uhr am Samstag war die Leitstelle der Feuerwehr von mehreren Anrufern über den Brand informiert worden. Durch das Feuer und den Lärm wurden auch die Nachbarschaft aufgeschreckt. Ein Anwohner schildert, er sei noch nicht zu Bett gegangen, habe also alles mit angesehen. Es sei schlimm, was da passiert sei, sagt eine andere Anwohnerin. Sie sei am Samstag bewusst nicht zur Unglücksstelle gegangen, aus Respekt der Familie gegenüber. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, alle Bewohner der beiden Häuser konnten sich rechtzeitig und noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte nach draußen retten.

(mwi)