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Leverkusen: Abschied: eine „Veralinde“ für Vera Rottes

Neue Bahnstadt Opladen : Zum Abschied eine „Veralinde“ für Vera Rottes

Genau vor ihrer alten Wirkungsstätte, dem Neuen Magazin in Opladen, haben die Mitarbeiter der Bahnstadt-Chefin Vera Rottes ein bleibendes Erinnerungsstück zum Abschied gepflanzt: eine Winterlinde.

So ganz hat es nicht geklappt. Das mit dem heimlich Davonschleichen und bis zum letzten Arbeitstag eines tun, nämlich arbeiten, wie Vera Rottes es sich vorgestellt hatte, wenn sie bisher an den Abschied von der Bahnstadt gedacht hat. Die lieben Kollegen machten der Chefin der Bahnstadt-Entwicklungsgesellschaft einen dicken Strich durch diese Rechnung. Die Managerin musste am Freitag nämlich weg vom Schreibtisch im Neuen Magazin und ab nach draußen. Gärtnern stand auf dem Programm, das die Bahnstadt-Mitarbeiter der Spitzenmanagerin kurz vor dem Ruhestand verordneten.

Das Ergebnis: Genau vor ihrer alten Wirkungsstätte, dem Neuen Magazin, haben die Mitarbeiter Vera Rottes ein bleibendes Erinnerungsstück zum Abschied gepflanzt. Die Winterlinde, die dort nun gedeihen wird, hat auch einen unverkennbar mit Rottes verbundenen Namen bekommen: „Veralinde“. Die Diplom-Ingenieurin besiegelte das mit einem Schluck Sekt. Also auch für den Baum.

Und noch ein Chef war bei der Baumpflanzung samt Baumtaufe anwesend: Paul Hebbel. Der Mann, der das Bahnstadt-Areal wie seine Westentasche kennt, leitet den Aufsichtsrat, den er am Freitag vertrat.

Die große Feier am letzten Arbeitstag musste wegen der Pandemie ausfallen. Gefeiert wurde im sehr kleinen Kreis. Das Rottes-Nachfolge-Duo Andreas Schönfeld und Alfonso López de Quintana versicherte Rottes aber: Wenn die Pandemie vorüber ist, wird nachgefeiert.

Rottes war 2008 in Opladen angetreten und hat den Umbau Areals, auf dem sich früher das Ausbesserungswerk befand, maßgeblich mitgestaltet. Sie hatte schon im Sommer angekündigt, sie komme wieder nach Opladen, habe über die Jahre in der Stadt Freunde gefunden. „Und mit der Bahn von Köln sind es ja auch nur 15 Minuten“, hatte sie im Gespräch mit unserer Redaktion angekündigt.

Die Winterlinde steht auf der Ost-West-Achse des Grünen Kreuzes. Das passt, denn die Grüne Mitte, das Erhalten von altem Baumbestand und das Pflanzen von Klimabäumen waren Rottes ein besonderes Anliegen. Die „Veralinde“ soll für diese Verdienste stehen.

Während der Baum auf Besuche von Rottes hofft, konnte sie am letzten Tag auch etwas mit nach Hause nehmen: einen Ohrwurm. Bahnstadt-Sprecher Hendrik Neubauer hatte aus dem Titel „Follow Rivers“ die Version „Bye Bye Vera“ gemacht und in einem Tonstudio eingesungen. In dem Sinne: Tschüss, Vera Rottes.

(LH)