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Duisburg: Schwerer Brand mit zwei Verletzten – Feuerwehrleute mit Eiern beworfen

Zwei Verletzte : Schwerer Brand in Duisburg – Feuerwehrleute mit Eiern beworfen

Ein schwerer Brand im Stadtteil Hochfeld hat die Duisburger Feuerwehr am Samstagnachmittag bis tief in die Nacht beschäftigt. Das Haus drohte zeitweise einzustürzen. Zwei Personen wurden verletzt, Gaffer behinderten den Einsatz.

Der Brand brach am Samstagnachmittag gegen 15.10 Uhr im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses auf der Blücherstraße 92 aus. Nach ersten Erkenntnissen entstand der Brand im Kinderzimmer, die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

Während der Löscharbeiten wurden Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr durch Schaulustige mit Eiern beworfen, wobei ein Feuerwehrmann im Gesicht getroffen wurde. Außerdem sei eine Fahrzeugbesatzung von etwa 50 Menschen an der Fahrt im Einsatzbereich gehindert und provoziert worden. Einer der Gaffer wurde von der Polizei abgeführt und in Gewahrsam genommen, nachdem er einem Platzverweis nicht Folge leistete.

<aside class="park-embed-html"> <div id="fb-root"></div> <script async="1" defer="1" crossorigin="anonymous" src="https://connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v11.0" nonce="CCc4RiUN"></script><div class="fb-post" data-href="https://www.facebook.com/feuerwehr.du/photos/a.429491647107834/3518087611581540/?type=3" data-width="552"><blockquote cite="https://www.facebook.com/feuerwehr.du/photos/a.429491647107834/3518087611581540/?type=3" class="fb-xfbml-parse-ignore"><p>Durch einen massiven Löschangriff über zwei Drehleitern und die Teleskopmastbühne konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Foto: © Feuerwehr Duisburg Social-Media-Team</p>Posted by <a href="https://www.facebook.com/428669173856748">Feuerwehr Duisburg</a> on&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/feuerwehr.du/photos/a.429491647107834/3518087611581540/?type=3">Saturday, October 31, 2020</a></blockquote></div> </aside>
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Mit mehreren Trupps bekämpften die Einsatzkräfte das Feuer zunächst im Innen- und Außenangriff über mehrere Strahlrohre. Dabei waren auch zwei Drehleitern im Einsatz. Parallel dazu wurde das Übergreifen auf ein Nachbargebäude durch eine Riegelstellung verhindert. Fünf Bewohner des Hauses wurden evakuiert. Zwei Personen kamen ins Krankenhaus, drei konnten nach der Untersuchung durch einen Notarzt vor Ort verbleiben.

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Der Vermieter brachte die Bewohner in Ersatzunterkünften unter. Für die umfangreichen Löschmaßnahmen musste das Wasser aus mehreren Hydranten zur Einsatzstelle gefördert werden.

Nachdem Teile des Gebäudes im Inneren eingestürzt waren, konnten die Feuerwehrleute den Brand am Abend nur noch von außen bekämpfen. Die verschachtelte Bauweise erschwerte zusätzlich das Arbeiten mit Drehleitern, so dass die Löscharbeiten extrem schwierig waren und das Feuer im Haus sowie auf dem Dach immer wieder aufflammte. Später kam ein Gelenkmast der Werkfeuerwehr des Chemiekonzerns Venator zum Einsatz, berichtete die Feuerwehr in der Nacht.

Mindestens 75 Feuerwehrkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr waren im Einsatz. Die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr wurden durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

Die Wohnung sowie das Dachgeschoss brannten vollständig aus, das Haus ist nach wie vor einsturzgefährdet und nicht mehr bewohnbar.

Der Einsatz konnte am Sonntagvormittag abgeschlossen werden. Eine Brandwache ist weiterhin vor Ort. Da die Feuerwehr zur Brandbekämpfung auch Schaum eingesetzt hat, muss die Straße gereinigt werden. Nach Angaben der Leitstelle kann der Schaum durch die abrückenden Einsatzfahrzeuge auch in andere Straßen verteilt werden.

(dab)