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Brückenpark in Leverkusen-Opladen wird erst im Frühjahr fertig

Das tut sich auf der Bahnstadt-Westseite in Leverkusen-Opladen : Brückenpark wird erst im Frühjahr fertig

Kein Weihnachtsgeschenk für Opladen. Der Bau von Rampe und Grünanlage an der Campusbrücke kann dieses Jahr nicht mehr beendet werden.

Von der Rampe hängt alles ab. Nicht nur der Brückenpark an der Campusbrücke auf der Westseite der Bahnstadt, sondern auch der Bau des Fahrradparkhauses im Auge der Rampe der Bahnhofsbrücke. „Derzeit sind wir dabei, die Rampenkonstruktion zu erstellen“, sagt Alfonso Lopez de Quintana. Und schiebt das wohl meistgebrauchte Wort in diesem Jahr hinterher: Corona.

Denn coronabedingt komme es zu Bauverzögerungen. Die Fertigstellung des Brückenparks samt Rampe verschiebt sich deshalb bis zum Frühjahr. Auch der Europaallee-Fertigstellung war die Pandemie in die Quere gekommen. Ursprünglich waren die Planer davon ausgegangen, dass die neue Grünanlage am Brückenfuß ebenso wie die Allee noch in diesem Jahr fertiggestellt werden können. Noch aber läge die Park-Baustelle wie alle übrigen Baustellen auf der Westseite in der Zeit. „Unterschiedliche Meilensteine halten wir trotz der Krise noch ein“, beruhigt der Geschäftsführer der Bahnstadt-Entwicklungsgesellschaft.

Wer die Weihnachtsfeiertage für einen Spaziergang auf dem Bahnstadt-Areal West oder auf der Werkstättenstraße mit Blick auf die Westseite nutzt, kann Baufortschritte sehen. Der Henkelmännchenplatz auf Höhe Wilhelmstraße ist fertig, die Wüstenei von dort bis zur Campusbrücke ist dem Grünen Band gewichen. Auf der Nord-Süd-Achse sollen Fahrradfahrer und Fußgänger verkehren und pausieren zwischen Bäumen, Sträuchern, Rosen, Staudenmischungen und Gräsern.

Pausieren sollen künftig Opladener wie Gäste auch im Brückenpark. Am Widerlager des Bauwerks entsteht eine Kletterwand, unterhalb der Rampe (Nordseite, also die Seite in Richtung Bahnhof) werden Spielgeräte aufgestellt. „Im Rampenauge werden wie in einer Arena treppenartige Sitzgelegenheiten angelegt“: Lopez de Quintana lässt vor dem inneren Auge ein Bild entstehen, das bis Frühjahr zur Realität werden und dann – vorausgesetzt Corona erlaubt es – von Bürgern als Naherholungsraum genutzt werden kann. Klimafreundliche Bäume wie die Sumpfeiche und ein Wiesenbereich für Freizeitaktivitäten sollen den Park am Fuße der Campusbrücke abrunden.

Der Bahnstadt-Entwicklungsgesellschaft, die seit kurzem von der Doppelspitze Alfonso Lopez de Quintana und Andreas Schönfeld geleitet wird, ist die Fertigstellung der neuen Grünanlage samt eben der Rampe aus einem weiteren Grund besonders wichtig. Ist die Campusbrücke einwandfrei als Verbindung zwischen Bahnstadt-Ostseite und Opladener City nutzbar, kann eine große Baustelle an der zweiten Verbindung aufgemacht werden: der Bau des Fahrradparkhauses. Das soll im Rampeninneren entstehen und Platz bieten für 400 Fahrräder.

Dazu wird die Fahrradrampe gute acht Meter nach hinten versetzt. Während der obere Teil der Rampe bis zum Podest bleibt, wo er ist, wird das Podest mit dem unteren Rampenteil verschoben. Die Lücke, die so entsteht, soll mit Material aus der unteren Rampe geschlossen werden, das später nicht mehr benötigt wird. Im Innenraum entstehen neben dem Fahrradparkhaus vandalismussichere Toiletten, ein Technikbereich und auch ein Aufenthaltsraum für die Wupsi-Busfahrer. In der Zeit, in der die Arbeiten laufen, muss die Bahnhofsbrücken-Rampe gesperrt werden. Wer mit dem Rad kommt, muss dann eben über die Campusbrücke oder außen rum über Werkstätten-, Lützenkirchener oder Stauffenbergstraße.