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Spezial-Ampelschaltung für Feuerwehr in Leverkusen dauert noch

Stadt Leverkusen steckt noch in der Umsetzung : Spezial-Ampelschaltung für Feuerwehr dauert noch

Im Frühjahr 2019 beschlossen, im Winter 2020 noch nicht umgesetzt: Die Vorzugsampelschaltungen für Feuerwehr und Rettungsdienst lassen, auch coronabedingt, auf sich warten.

Im März 2019 hatte der Bauausschuss das Vorzugssystem bei Ampelschaltungen für Feuerwehr und Rettungsdienste beschlossen. Mehr als eineinhalb Jahre sind seitdem vergangen, und mit der Umsetzung läuft es holprig. „Auf Grundlage der Verzögerung der Fertigstellung der neuen Feuerwache inklusive Leitstelle und der eingetretenen Corona-Pandemie konnte das Projekt nur in kleinen Schritten weiter betrachtet werden“, meldet die Stadt jetzt im Informationsblatt „z.d.a.Rat“ für die Politik.

Die SPD hatte vorgeschlagen, die Einrichtung eines solchen Vorzugssystems, wie es es schon für Linienbusse gibt, von der Verwaltung prüfen zu lassen. Thomas Kresse von der Feuerwehr hatte sich im Ausschuss für den Vorschlag ausgesprochen. Bei 100 Einsätzen täglich seien Kreuzungen mit Rot zeigenden Ampeln hinderlich, denn: „Jede Sekunde zählt“, merkte er an.

Die Umsetzung der Ampelsteuerung Edith-Weyde-Straße und an der Kreuzung Willy-Brandt-Ring/Edith-Weyde-Straße sei während der Fertigstellung des Feuerwachen-Neubaus erfolgt. Als Testlauf sozusagen. In der ersten Betriebsphase hätten „wesentliche Erkenntnisse“ gesammelt werden können, „die für die Bewertung verschiedener technischer Ausführungen hilfreich sind“, heißt es im Zwischenbericht der Stadt.

Feuerwehr und Tiefbau-Amt melden nun: Aus technischer Sicht sollte eine Systemkompatibilität mit anderen Vorrangberechtigten, also etwa den Linienbussen, angestrebt werden, „um Synchronisationsprobleme unterschiedlicher Hersteller bei der Vorrangschaltung zu minimieren“. Mit dem Vorzug an weiteren Ampeln wird es also noch dauern. Denn: „Die Erkenntnisse werden in die weiteren Planungsabstimmungen einfließen.“

(LH)