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Langenfeld Einer der – mit Abstand – schönsten Rundwege

Langenfelder See Heinenbusch : Einer der mit Abstand schönsten Rundwege

In der Corona-Krise sollen wir alle möglichst zu Hause bleiben. Doch mit gebotenem Sicherheitsabstand und einem Mitbewohner sind ein Spaziergang, Walking oder Jogging erlaubt.

Wie wäre es mit einer Runde um den idyllischen Heinenbusch-See in Richrath? Bereits seit 1982 kümmert sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) Naturschutzverbände Langenfeld um diese grüne Idylle, die aus einer ehemaligen Mülldeponie entstand. Durch das regelmäßige Freihalten großer Wiesenflächen, Gebüsche und hochstämmiger Obstbäume ist ein artenreiches Gelände herangewachsen. Bei einer etwa zwei Kilometer langen Runde um den See fällt unser Blick immer wieder aufs Wasser mit den Booten des Angelsportvereins Petri Heil. Auch der Burbach begleitet uns ein Stück des Wegs. Bis auf die asphaltierte südliche Teilstrecke entlang des Winkelswegs sind wir auf unbefestigtem, teils mit kleinen Steinen bedecktem Boden unterwegs.

Wir halten uns auf dem Weg. Das gebietet auch die Hinweistafel in dem Landschaftsschutzgebiet. Die Uferböschungen sind Brut-, Rückzugs- und Nahrungsraum für gefährdete Vogelarten, für Lurche, Insekten und weitere Kleintiere.

Immer wieder fällt beim Umrunden des Sees der Blick aufs Wasser. Und auch auf einige Boote am Steg des des Angelsportvereins Petri Heil. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

In der Corona-Krise sollten sich Spaziergänger und Jogger auf eine Richtung – etwa im Uhrzeigersinn – einigen, um Begegnungen möglichst zu vermeiden. Wenn uns auf dieser Runde um den See doch jemand entgegenkommt, dann gehen wir uns natürlich mit freundlichem Blickkontakt rücksichtsvoll aus dem Weg, bleiben dazu vor schmaleren Stellen auch gerne erstmal stehen. Und erfreuen uns an den zurzeit blühenden Frühlingsblumen wie der blauen Traubenhyazinthe und dem gelben Scharbockskraut.

Der nördliche Abschnitt des Rundwegs um den See führt am Burbach entlang, den wir auf zwei Fußgängerbrücken überqueren. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Beliebt ist das Gelände am Heinenbusch bei Ornithologen, die an dem abgesperrten Ostufer schon seltene Vogelarten beobachten konnten. Viele Bäume wurden gespendet, etwa für eine Streuobstwiese auf dem höchstgelegenen Teilstück. Äpfel der vom Umwelt- und Verschönerungsverein Langenfeld (UVL) gestifteten Bäume dürfen Spaziergänger im Herbst mitnehmen. An dieser Streuobstwiese steht die einzige Sitzbank für eine kurze Ruhepause nach dem Anstieg – selbstverständlich allein oder mit erlaubter Begleitperson.

Langenfelder Umweltfreunde pflegen den Heinenbusch. Foto: Rheinische Post/Stephan Meisel (mei)

Der städtische Klimaschützer Jens Hecker hält den Heinenbusch „sehr wichtig fürs Stadtklima. Einige der Obstbäume kamen über das vor 20 Jahren gestartete Programm „1000 Bäume für Langenfeld“ hinzu, dessen ursprünglich angepeilte Zahl längst überschritten ist.