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Langenfeld: Abgespecktes Kulturprogramm ab September

Stadthalle und Schaustall in Langenfeld : Kultur kommt jetzt zurück in die Säle

Die Pandemie-Zwangspause ist für das Schauplatz-Team bald vorbei. Erste Bühnenauftritte in Stadthalle und Schaustall gibt es im September. Einbußen wegen Corona sind erheblich.Nachdem die Organisatoren während der warmen Jahreszeit mit dem Alternativprogramm „Sommerfrische“ nach draußen in die Stadtteile gegangen sind, hofft man nun auf den Herbst. Das neue Programm ist deutlich abgespeckt und „das Heft deshalb nur halb so dick“, bedauert Katja Früh.

Georg Huff ist Geschäftsführer der Schauplatz GmbH – des Langenfelder Kulturveranstalters. Erfreut berichtet er, dass es nach der Corona-bedingten Zwangspause mit dem Bühnenprogramm vor Publikum in der Stadthalle und im Schaustall „im September weitergeht“. Unter allen erforderlichen Hygienestandards, versteht sich. „Wir sind natürlich sehr sensibel – bezogen auf die Sicherheit unserer Besucher“, sagt er. Und das bedeute für die drei Spielstätten in der Stadt deutlich weniger Zuschauer als vor der Pandemie.

Jens Neutags Auftakt mit „allein – ein Gruppenerlebnis“ am 5. September im Schaustall am Winkelsweg können so maximal 50 Kabarett-Freunde erleben. Statt üblicherweise 500 lassen die Veranstalter nur 130 Besucher in die Stadthalle, wenn Alain Frei dort am Freitag, 9. Oktober, sein Programm „Grenzenlos“ präsentiert. Laut Verordnung dürften zwar 300 Menschen kommen, doch Huff und sein Team möchten nicht, „dass fremde Menschen nebeneinander sitzen“. Deshalb schöpfe man die Kapazitäten keineswegs voll aus. Wie im Rex-Kino, wo seit Juni wieder Filme laufen, werde nur jede zweite Reihe besetzt. Und zwischen den Besucherpaaren oder Familien bleiben zwei Plätze frei. „Und wir haben eine sehr gute Lüftung“, ergänzt Schauplatz-Mitarbeiterin Katja Früh.

Im Rex 1 mit 240 Plätzen sehen sich zwischen 60 und 75 Filmliebhaber aktuelle Streifen an. Ab 26. August läuft der neue Christopher-Nolan-Film „Tenet“ im Kino an der Hauptstraße. „Wir zeigen ihn abends in zwei Kinosälen, um die Kapazität zu erhöhen“, so Huff.

Die Corona-Krise sei „richtig ins Kerngeschäft der Schauplatz GmbH gegangen“, berichtet der Geschäftsführer. „Wir sind völlig abhängig davon, dass wir Veranstaltungen durchführen.“ Immer noch seien viele Kollegen in Kurzarbeit, „um die Fixkosten abzufangen“. Bei den Kultur-Veranstaltungen – inklusive Kino – rechnet Huff mit einem Verlust zwischen 200.000 bis 250.000 Euro in diesem Jahr. Vermietungen und Gastronomie nicht eingeschlossen. Existenzsorgen brauchen sich die Mitarbeiter dennoch nicht machen: Der städtische Kulturbetrieb wird subventioniert. „Verluste übernimmt die Stadt.“

Nachdem die Organisatoren während der warmen Jahreszeit mit dem Alternativprogramm „Sommerfrische“ nach draußen in die Stadtteile gegangen sind, hofft man nun auf den Herbst. Das neue Programm ist deutlich abgespeckt und „das Heft deshalb nur halb so dick“, bedauert Katja Früh. Planungssicherheit gibt es zunächst bis Ende Oktober. Publikumsmagneten wie Herbert Knebel und  „Frau Höpker bittet zum Gesang“ sind auf das Frühjahr 2021 verschoben worden.

Vom 5. September bis Ende Oktober gibt es insgesamt elf Kabarett-, Stand-up- und Musikveranstaltungen; drei im Großen und eine im Kleinen Saal der Stadthalle (Hauptstraße 129), sieben im Schaustall  (Winkelsweg 38).  Kabarettist HG. Butzko tritt mit „aber witzig“ am Freitag, 11. September, (Schaustall) auf;  Robert Gries  mit „Hauptsache, es knallt!“ am 18. September  (Schaustall). Basta gastiert mit einem A-capella-Konzert am Freitag, 16. Oktober, in der Stadthalle. Die New Orleans Jazz Band of Cologne (feat. Tricia Boutté) jazzt am Sonntag, 18. Oktober, im Foyer der Stadthalle.  David Kebekus unterhält am Sonntag, 27. September, mit Stand-up: „Aha? Egal.“ im Schaustall. Am Samstag, 3. Oktober kommt Comedian Sabine Wiegand  mit „Dat Rosi sieht rot“ ebenfalls dorthin. „Push-up, Pillen und Proseccco“, heißt es   bei Maria Vollmer am  31. Oktober.