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Langenfeld Leerstand Läden: Stadtverwaltung lotet Online-Kataster aus

Prüfauftrag an die Verwaltung : Stadt lotet Online-Liste für leer stehende Ladenflächen aus

Im Haupt- und Finanzausschuss berieten die Stadtpolitiker jetzt über ein von der SPD beantragtes städtisches digitales Leerstandskataster für Ladenlokale, Büroräume und Praxen.

Seit dem Auszug des Bettenhauses Kuckenberg und des Juweliers Rehm stehen am Marktplatz deren ehemalige Ladenflächen leer. Ebenfalls in bester Innenstadtlage sind seit vielen Jahren an der gerade aufwändig umgestalteten Solinger Straße zwei Ladenlokale verwaist. Und Leerstand gibt es noch an etlichen weiteren Stellen im Stadtgebiet.

„In anderen Städten ist online abrufbar, wo Läden leer stehen“, merkte SPD-Fraktionschefin Heike Lützenkirchen in der Sitzung an. „Und so ein Kataster ist sehr hilfreich, wenn jemand für einen neuen Laden einen geeigneten Standort sucht.“ Vor allem, wenn solch ein Interessent nicht in Langenfeld ansässig sei.

Der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Zacharias wies in der Sitzung auf ein verwaltungsintern gepflegtes Verzeichnis über ungenutzte Gewerbeflächen hin. „Unser Citymanagement hat bei Anfragen zu 100 Prozent eine Übersicht über verfügbare Ladenlokale.“ Solch ein Kataster online frei zugänglich zu machen, wäre nach Zacharias Ansicht schlecht fürs Image des Einkaufs- und Wirtschaftsstandorts Langenfeld. Dr. Günter Herweg (Grüne) regte eine zur Nutzung im Internet notwendige Registrierung an. Frank Noack (FDP) ist skeptisch, ob von Leerstand betroffene Hauseigentümer solch eine Veröffentlichung wollen und Bürgermeister Frank Schneider (CDU) wies auf mögliche Datenschutzprobleme hin.

Dennoch beschloss der Ausschuss einstimmig, dass die Verwaltung die Möglichkeiten solch eines online abrufbaren Leerstandskatasters ausloten solle.

(mei)