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Promifotograf Frank Altmann: Stilbruch mit Star-Wars-Figuren und Models

Starfotograf Frank Altmann im Begas Haus Heinsberg : Stilbruch aus einer weit entfernten Galaxie

Promifotograf Frank Altmann hat für sein neuestes Projekt einen dreifachen Stilbruch im Heinsberger Begas Haus begangen: Star-Wars-Figuren posieren mit Models in historischer Museums-Umgebung.

Die unverkennbar schwere Atmung, der schwarze Helm, der lange Umhang und das rot leuchtende Lichtschwert. Seit die Star-Wars-Saga von Regisseur George Lucas mit dem Film „Krieg der Sterne“ 1977 erstmalig über die Kinoleinwand flimmerte, ist Darth Vader wohl eine der berühmtesten Science-Fiction-Figuren der Welt. Dass Vader am Montagmorgen aber wie selbstverständlich durch das Begas Haus in Heinsberg spazierte, war dann aber doch ein ungewohnt merkwürdiges Bild.

Hinter dem seltsamen Anblick steckte ein Fotoshooting von Promifotograf Frank Altmann, der für sein neuestes Projekt einen dreifachen Stilbruch beging: Star-Wars-Figuren treffen hübsche Models in historischer Museumsumgebung. „Die Kombination dieser gänzlich unterschiedlichen Dinge macht für mich den Reiz aus: die alten Gemälde im Hintergrund, die Star-Wars-Figuren und als Sahnehäubchen die Models“, erklärte Frank Altmann, der in seiner täglichen Arbeit eigentlich Prominente des Kalibers Heidi Klum, Clint Eastwood oder Sandra Bullock vor der Linse hat. Neben dem bekannten Bösewicht mit der charakteristischen Atmung waren noch drei weitere Figuren, die dem Star-Wars-Universum entsprungen sind, im Begas Haus zu Gast, um sich gemeinsam mit den Models ablichten zu lassen: die Mandalorianische Prinzessin Lae, der Kopfgeldjäger Dessert Eagle und ein Sith-Lord. Unter den aufwendig per Hand angefertigten Kostümen steckte die Familie Schmitz – oder „die galaktischen Vier“, wie sich die Heinsberger selber nennen. Während sich Vater Stephan das Darth-Vader-Kostüm überstreifte und Mutter Daniela die schwer bewaffnete Prinzessin verkörperte, übernahmen die beiden Söhne Garrett (12) und Luc (17) die Rollen des Sith-Lords und des Kopfgeldjägers.

Vor rund viereinhalb Jahren wurde die Familie auf einer Fan-Convention vom Cosplay-Fieber gepackt. „Es ist schon ein total beklopptes, aber auch sehr schönes Hobby“, erzählte Stephan Schmitz. „Fast alles an den Kostümen ist von uns selbst per Hand angefertigt, ganz nach dem Prinzip learning by doing.“ Und die Umsetzung ist dem Original aus dem Film täuschend echt nachempfunden – samt Laserschwertgeräusch, Atmung und der unverkennbaren Stimme. „Ich spreche mit einem Stimmenverzerrer und höre mich damit genau so an wie Darth Vader in Episode vier“, führte Stephan Schmitz weiter aus.

Im kommenden Jahr möchte sein Sohn Luc, dessen Vorname nicht zufällig dem Star-Wars-Helden Luke Skywalker nachempfunden wurde, sein bislang größtes Projekt abschließen. Drei Jahre hat er dann an dem Kostüm des bekannten Kopfgeldjägers Boba Fett gearbeitet. „Der Helm ist bereits fertig und eins zu eins dem Filmcharakter nachgebaut, mir fehlen noch Umhang und Jetpack“, erklärte er stolz. „In den Kostümen steckt viel Herzblut und auch die ein oder andere Träne, wenn man mal einen Rückschlag verkraften muss.“

Über 30 Auftritte absolviert die galaktische Familie jährlich in ihren Star-Wars-Kostümen – darunter viele Charity-Veranstaltungen mit Kindern und Treffen auf Fan-Conventions. Das außergewöhnliche Fotoshooting sei für alle vier aber nochmal eine ganz besondere Erfahrung gewesen. „Cosplayer gibt es viele. Dass wir hier von Frank Altmann zu so einem Shooting eingeladen werden, ist eine große Ehre und Auszeichnung für uns“, freute sich Stephan Schmitz über das ungewöhnliche Projekt im Begas Haus.