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Erkelenzer Land: Kulturtag als Karnevalsersatz

Heinsberg hat schon eine kreative Lösung : Kulturtag als Karnevalsersatz

Die Nachbarn aus der Kreisstadt Heinsberg reagieren mit einem Festival im kommenden Mai auf die erneut ausfallende Karnevalssession.

(RP) Karnevalssitzungen und -umzüge werden im Erkelenzer Land auch in dieser Session allesamt ausfallen. Das haben die Gesellschaften in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt bekanntgegeben. Einen kreativen Weg, der einige Nachahmer finden könnte, haben sich nun die benachbarten Karnevalisten aus Heinsberg ausgedacht. Statt dem klassischen Karneval soll es im Frühjahr, wenn sich das Corona-Geschehen hoffentlich wieder entspannt hat, einen „Kulturtag“ geben.

Den „weit mehr als 1000 Botschaftern des rheinischen Kulturgutes Karneval“ wolle die Stadt Heinsberg im Frühjahr in Form eines solchen Kulturfestes eine Plattform bieten, „sich dann hoffentlich vor großem Publikum, auf einer Bühne zu präsentieren“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Die diesbezüglichen Planungen seien zwar noch nicht abgeschlossen. Bürgermeister Louis konnte jedoch schon verraten, dass ein zweitägiges Kulturfestival am 28. und 29. Mai auf dem Burgberg in Heinsberg in Vorbereitung sei.

Ähnliche Pläne sind aus dem Erkelenzer Land bislang noch nicht bekannt. Auch hier hatten jedoch zahlreiche Vereine bekanntgegeben, an kreativen Lösungen zu arbeiten, um die Session zumindest nicht komplett ersatzlos ausfallen zu lassen. Dies sei man etwa den dutzenden Kindern schuldig, die seit nunmehr knapp zwei Jahren in den Tanzgarden trainieren, ohne dann auch auftreten zu können.

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Der Karnevalsauftakt hatte im November noch unter Schutzmaßnahmen gefeiert werden können, spätestens im Dezember war aber klar, dass die Omikron-Variante den Karneval erneut verhindern würde. „Viel Zeit, Geld, Kraft und Herzblut wurde wieder in die Organisation von Veranstaltungen und der Umzüge eingebracht“, sagte der Erkelenzer Bürgermeister Stephan Muckel. „Umso bedauerlicher ist die neuerliche Absage der karnevalistischen Aktivitäten. Doch ist die Entscheidung der Vereine folgerichtig und verantwortungsvoll.“

(RP)