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Lokalsport: Pawlak liebäugelt mit Systemwechsel

Lokalsport : Pawlak liebäugelt mit Systemwechsel

Fußball: Im Hinspiel gegen den morgigen Gegner SC Cronenberg feierte der KFC den höchsten Sieg im regulären Spielbetrieb seit 1971. Trainer André Pawlak mahnt, den Gegner deshalb nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Es war der 4. September 2016, als die aktuelle Mannschaft des KFC Uerdingen ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben hat. Das 8:0 (4:0) gegen Aufsteiger Cronenberger SC war der höchste Sieg im regulären Ligabetrieb seit dem Aufstieg in die Regionalliga 1971. Allerdings gab es auch schon höhere Erfolge: Im Pokal etwa gab es schon mal 12:0-Erfolge gegen den VfB Lohberg und den TSV Bockum, und im Europa-Cup ein 9:0 gegen den FC Zurrieq aus Malta. Doch einen 8:0-Erfolg in der Liga - das gab's bislang noch nie.

Morgen nun gibt's ein Wiedersehen mit dem damaligen Gegner, dem SC Cronenberg, wenngleich auch nicht auf dessen Sportanlage. Gespielt wird im Wuppertaler Zoostadion. Und auch dort hat der KFC schon Vereinsgeschichte geschrieben: Dort nämlich war 2011 das legendäre Auswärtsspiel beim Wuppertaler SV, das die Uerdinger mit 2:1 gewannen und durch das sie den ersten Aufstieg seit zig Jahren (seinerzeit in die Bundesliga) perfekt machten - 3500 Fans begleiteten den KFC seinerzeit und machten die Partie zum Heimspiel.

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Nun, so viele Fans dürften sich morgen wohl kaum auf den Weg gen Wuppertal machen, wenn der souveräne Spitzenreiter der Oberliga gegen den gegen den Abstieg kämpfenden SC Cronenberg um den früheren Uerdinger Dustin Hähner antritt - das Hinspiel verfolgten 1655 Besucher. "Das ist für Oberliga-Verhältnisse natürlich richtig gut. Aber trotzdem auch sehr schade. Jeder Zuschauer hilft uns, hilft der Mannschaft", sagt André Pawlak.

Nichtsdestotrotz reicht das große Interesse der blau-roten Anhänger aus, um die Partie als Risikospiel zu bewerten, und darum sind die Gastgeber auch ins Zoostadion umgezogen. Vielleicht ist das ja ein gutes Pflaster für die Auswahl von Trainer André Pawlak, der allerdings vor zu hohen Erwartungen der Fans warnt: "Das wird ganz bestimmt nicht noch einmal so ein hoher Sieg werden. Cronenberg hat den Trainer getauscht, sich im Winter ordentlich verstärkt und sich als Mannschaft gefunden. Hinzu kommt, dass die Jungs bestimmt heiß sind, das Hinspiel vergessen zu machen." Hinzu kommt, dass der SC fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang hat, die Partie gegen den ligaweit scheinbar übermächtigen KFC sozusagen als Bonusspiel sehen kann. "Wir werde noch 14 Spiele lang Gras fressen müssen, dürfen nicht überheblich werde. Wenn wir aufsteigen, können wir soviel feiern wie wir wollen."

Pawlak denkt daran, sein eigentlich bevorzugtes 4-2-3-1 System umzustellen, auf 4-1-4-1. Das haben die Uerdinger zuletzt gegen Kapellen auch gemacht, und letztlich war dies auch der Schlüssel zum Sieg, weil dadurch mehr Schwung in die Offensive gekommen ist. "Das 4-2-3-1 ist mehr etwas für Gegner, die selbst auch noch vorne spielen, wie zum Beispiel Schonnebeck oder Bocholt." Bei Cronenberg rechnet er nicht unbedingt damit, so dass er mit der offensiveren Marschrichtung liebäugelt. Dafür stehen ihm alle Mann zur Verfügung. Sebastian Hirsch ist fit. Timo Achenbach ist auch wieder im Training, Fabio Fahrian hat eine leichte Knieblessur.

(RP)