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Siemens in Krefeld baut elf Züge für Österreichische Bundesbahn

Großauftrag für Krefelder Werk : Siemens baut elf Züge für Österreichische Bundesbahn

Bis Ende 2021 sollen 200 Desiro ML Cityjets im Nachbarland auf der Schiene verkehren.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) setzen weiter auf Züge aus Krefeld. Wie Siemens am Freitag mitteilte, orderte die ÖBB weitere elf 160 Kilometer pro Stunde schnelle und 75 Meter lange Desiro ML Cityjets. Die ersten Exemplare des Milliardenauftrags sind bereits 2015 in Dienst gestellt worden. Die neuen Züge mit vorgerüsteter Batteriehybridtechnologie sollen schon Ende des kommenden Jahres Fahrgäste befördern. Ab Ende 2021 sollen insgesamt 200 Desiro ML ÖBB Cityjets auf der Schiene sein und den Qualitätsstandard für die Fahrgäste erhöhen.

Die elf neuen Züge werden in Zusammenarbeit des Siemens-Mobility-Werks in Uerdingen an der Duisburger Straße und der ÖBB Technische Service GmbH in Wien-Jedlersdorf gefertigt und mit dem Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgestattet. Die übrigen Desiro ML ÖBB Cityjets der Bestandsflotte werden bis Ende 2023 mit ETCS ausgestattet. Grundsätzlich erlaubt die Zugsteuerungstechnologie ECTS eine dichtere Zugfolge auf bestehender Infrastruktur.

Damit der Fahrgastwechsel rasch erfolgen könne und die Pünktlichkeit im Wiener S-Bahn-Netz hoch bleibe, werde der Einstiegsbereich der neuen Desiro ML ÖBB Cityjets optimiert. Die Züge seien barrierefrei zugänglich und böten den Fahrgästen zahlreiche Annehmlichkeiten: Komfortsitze, Tische bei den Vis-á-vis-Sitzplätzen, Steckdosen, Fensterrollos, durchgehende Gepäckablagen, Leseleuchten, WLAN inklusive dem onboard-Portal Railnet Regio, und große Monitore für die Fahrgastinformation sorgten für ein entspanntes Reiseerlebnis, berichtete eine Unternehmenssprecherin.

Technisch punkte der Desiro ML ÖBB Cityjet von Siemens Mobility mit einer raschen Beschleunigung. Eine weitere Besonderheit: Die elf neu bestellten Züge seien mit einer Vorrüstung für die Batteriehybridtechnologie ausgerüstet. Das bedeute, dass sie als Batteriehybrid-Züge umgerüstet werden könnten. Zukünftig könnten diese Triebzüge auch auf nicht-elektrifizierten Strecken als emissionsfreie Alternative zum Einsatz kommen. Das würde Fahrgästen ermöglichen, solche Strecken umweltschonend in einem modernen, komfortablen und barrierefreien Zug ohne Umsteigen zurückzulegen, informierte Siemens.

„Der Siemens Mobility Desiro ML vereint Zuverlässigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Betrieb mit hohem Komfort und äußerst zufriedenen Fahrgästen. Österreichs Bahnfahrer haben nun 200 gute Gründe, um umweltfreundlich mit der Bahn zu fahren“, sagte Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.