Krefeld: Stadtwaldhaus bleibt bis Herbst 2020 offen

Beschluss in Krefeld : Stadtwaldhaus bleibt bis Herbst 2020 offen

Der bestehende Pachtvertrag ist bis zum 31. Oktober 2020 verlängert worden. Der folgende Sanierungszeitraum wird von der Krefelder Bau GmbH mit rund 18 Monaten angegeben. Zu den Kosten will sich die Verwaltung nicht äußern.

Das Stadtwaldhaus bleibt für Besucher bis Herbst 2020 geöffnet. Die grundlegende Sanierung der beliebten Veranstaltungsstätte mit ihrem bundesweit bekannten Biergarten soll dann im November 2020 beginnen. Der bestehende Pachtvertrag ist bis zum 31. Oktober 2020 verlängert worden. Der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften hat dem Abschluss dieses Nachtrags zugestimmt, auf den sich die Stadt als Eigentümerin und der Pächter Helmut Lang im Vorfeld geeinigt hatten.

Die Sanierungen umfassen unter anderem die Dachkonstruktion und die technische Gebäudeausrüstung unter Beachtung des Denkmalschutzes. Betroffen sind Maßnahmen zur Standsicherheit und Baukonstruktion, Erneuerung sowie Überarbeitung der Grundleitungen, eine energetische Sanierung sowie die Instandsetzung und Teilerneuerung der Außenanlagen. „Wie ein Gutachten darstellt, wäre eine Sanierung ,im Betrieb’ mit deutlichen Mehrkosten verbunden“, erklärte die Verwaltung bereits zum Jahresanfang. Der Sanierungszeitraum wurde von der Krefelder Bau GmbH mit 15 bis 18 Monaten beziffert.

Dirk Plaßmann, Leiter des Oberbürgermeisterbüros im Rathaus, ist sehr froh, dass eine einvernehmliche Lösung erreicht wurde, die allen Beteiligten gerecht wird. „Auch für die Vereine, Abitur-Jahrgänge und andere Nutzer des Stadtwaldhauses ist es so am besten – denn sie haben Planungssicherheit. Ab 2020 werden wir die Sanierung des Gebäudes grundlegend angehen. Das Stadtwaldhaus ist ein wichtiger Bestandteil des Krefelder Erbes, das wir für die Bürgerinnen und Bürger bewahren müssen“, so Plaßmann. Ähnlich hatte sich Oberbürgermeister Frank Meyer bereits im vergangenen Jahr geäußert.

Die Verwaltung hat mit der Krefelder Bau GmbH einen Baubetreuungsvertrag zur Sanierung des Stadtwaldhauses abgeschlossen. Erforderlich sind unter anderem der Austausch der Fenster sowie die Beseitigung von Rissen in  Fassade und Dach, aber auch Maßnahmen zur Optimierung von Betriebsabläufen. Ferner ist die Herstellung der Barrierefreiheit. Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren zur Beauftragung eines Planungsbüros. Nach Auswahl und Vergabe des Planungsauftrages werden auf Basis der bisherigen Gutachten die Sanierung geplant und die Kosten ermittelt.

Dirk Plaßmann ist froh, dass das Stadtwaldhaus saniert wird. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Das Stadtwaldhaus wurde 1901 im Burgen- oder Romantikstil errichtet und im Juli 1902 unter dem Namen „Waldschänke“ als Garten- und Saalwirtschaft eröffnet. Wegen des enormen Zuspruchs in der Bevölkerung wurde 1910/1911 die Erweiterung des Gebäudes notwendig. Es erfolgte der Anbau eines Restaurationssaals mit offener Arkade für rund 600 Gäste und die Ausweitung der Außengastronomie auf 3000 Plätze. Weitere Veränderungen gab es in den 1960er Jahren. Anfang der 1970er Jahre wurde begonnen, das Gebäude auf zeitgemäße Art den veränderten Anforderungen anzupassen. Schon lange ist der Verwaltungsspitze bewusst, dass das Ausflugslokal mit seinem großen Biergarten – zugleich traditionelle Veranstaltungsstätte für Vereine und Gesellschaften – umfassend saniert werden muss.

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