Korschenbroich: Platzkonzert in Liedberg mit Männerchören und Musikgruppen

Musik in Korschenbroich : Platzkonzert in Liedberg mit Männerchören und Musikgruppen

Beim Platzkonzert in Liedberg traten 80 Sänger und mehrere Musikgruppen auf. Der gemeinsame Auftritt bei der Traditionsveranstaltung soll Geschlossenheit demonstrieren.

Die Gemeinschaft erleben ist das große Thema, wenn hinter Grundschule, Sandbauernhof und Kindertagesstätte am 1. Mai Musik ertönt. Das war jetzt nicht anders: Alle Männerchöre aus dem Korschenbroicher Stadtgebiet traten gemeinsam auf, die Musikkapelle Kleinenbroich und das Stadtorchester Korschenbroich verschmolzen zu einem Klangkörper, und auch das Jugendblasorchester mischte unüberhörbar mit. Kommunikativ ging es auch unter den zahlreichen Besuchern zu – es dürften gut 300 gewesen sein. Für wahre Frühlingsgefühle war es bei acht Grad aber deutlich zu kalt.

Franz-Josef Holter, Vorsitzender des Männergesangvereins Liedberg, erinnerte daran, dass sein Verein gemeinsam mit der Stadt Korschenbroich seit 1976 jedes Jahr das Konzert organisiert. Sein Verein hat 37 aktive Sänger, würde gerne noch weitere aufnehmen. Aber das Konzert ist mehr als eine Werbeveranstaltung: „Es geht vor allem darum, dass hier Delegationen aller Männerchöre der Stadt gemeinsam auftreten – zwischen uns herrscht keine Rivalität, wir pflegen das Miteinander“, erklärte der 56-Jährige. Und obwohl das Konzert ganz klar eine Traditionsveranstaltung ist, bedeutet das nicht, dass es immer nach demselben Schema ablaufen muss. Was jetzt neu war: Ein Block mit Liedern der Gruppe „Santiano“.

Aber bevor die rund 80 Sänger unter der Leitung von Karin Kreuels-Hülser auftraten, gab es zuerst den Instrumentalteil. Musikkapelle und Stadtorchester unter der Leitung von Thomas Lindt kamen beim Publikum sehr gut an. Titel wie der „Posaunen-Dixie“ animierten die Zuhörer zumindest zum Wippen mit den Füßen. Kurz darauf erklang auch schon der „Sängergruß“ aus rund 80 Kehlen.  „Am kühlenden Morgen“ war wie für diesen 1. Mai geschrieben. Einer alten Verbindung von Theo Dahmen, dem früheren Chorleiter der Liedberger Sänger, war es zu verdanken, dass auch der „Knappenchor Rheinland“ aus Moers wieder mit einem Reisebus vorgefahren war.

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