Korschenbroich: Modellflieger starten in die neue Saison

Modellbau in Korschenbroich : Anfliegen des Korschenbroicher Modellsportvereins am 1. Mai

Auf dem Vereinsgelände zwischen Kleinenbroich und Glehn sind am Maifeiertag ab 10 Uhr auch Gäste herzlich willkommen.

Das typische Mitglied des Korschenbroicher Flugmodellsportvereins ist männlich und nicht mehr so ganz jung. Aber auch gestandene Männer können Aufregung verspüren, wenn sie an den 1. Mai denken: Dann findet das traditionelle Anfliegen auf dem Vereinsgelände zwischen Kleinenbroich und Glehn statt.

Hubertus Kannen, der 1976 Mitbegründer des Vereins war, beschreibt den Reiz des Anfliegens so: „Wir fliegen dann das, was wir an langen Winterabenden gebaut haben.“ Bei ihm ist es eine zweimotorige DC 3, in die er rund 100 Arbeitsstunden und 1500 Euro investiert hat. Der Flieger hat zwei Elektromotoren und liegt damit voll im Trend. Diese Innovation macht das Hobby nebenbei auch noch ein gutes Stück sozialverträglicher: „Der Lärm, den die Modellflugzeuge und –hubschrauber verursachen, dürfte in den letzten 15 Jahren um rund 90 Prozent zurückgegangen sein“, sagt der 62-Jährige.

Was den Modellfliegern wichtig ist: Sie möchten beim Anfliegen nicht unter sich sein, sondern freuen sich auf Gastflieger – und auf Menschen, die mit diesem Hobby bislang noch nichts am Hut haben, sich aber vorstellen könnten, dass die Modellfliegerei etwas für sie sein könnte. Bei Currywurst und Fritten wird am Mittwoch gefachsimpelt und gezeigt, was man hat. Im Vorfeld ist das Vereinsgelände auf Vordermann gebracht worden.

Hubertus Kannen hat gute Nachrichten für alle, die sich für das Hobby interessieren: „Es ist deutlich erschwinglicher geworden.“ Das macht er an folgenden Zahlen fest: „Während früher ein Sender 500 Euro gekostet hat, gibt es heute das Einsteiger-Set, ein Flugmodell mit Empfänger und Sender, für zusammen rund 300 Euro.“ Auch das Fliegen ist einfacher geworden, weil es Simulatoren gibt. Für Newcomer hat der Verein aber auch erfahrene „Fluglehrer“. Schwieriger als der Umgang mit den Flugzeugen ist das Beherrschen der Modell-Hubschrauber. Insgesamt werden etwa 60 Piloten erwartet. Der Verein hat rund 160 Mitglieder, davon zehn Jugendliche. Und er hat für die nächsten Monate einiges vor: „Zu Himmelfahrt bieten wir einen Limboflug-Wettbewerb an, im August veranstalten wir wieder ein Sommerfest und am 7. September laden wir zum Flugtag ein – diesmal für Flugzeuge und Helikopter“, kündigt Hubertus Kannen an. Los geht es am Mittwoch übrigens ab 10 Uhr.