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Die Schützen helfen behinderten Kindern

Korschenbroich-Pesch : Donatus-Schützen helfen behinderten Kindern

Die St.-Donatus-Bruderschaft Pesch übergab beim Familienfest einen Spendenscheck an die Hephata-Stiftung.

(anw) Beim Königsvogelschuss hatte es keinen Nachfolger für Schützenkönig Bruno Ehlert gegeben. Also feierte die St. Donatus-Bruderschaft Pesch den traditionellen Krönungsball als Familienfest mit einem besonderen Dank an das scheidende Königshaus. Präsident Christoph Türks ist sicherlich enttäuscht, dass das Königssilber nun länger als üblich im Tresor ruhen wird. Doch die Festfreude wollte er sich an diesem Abend im Festzelt nicht nehmen lassen. Erklärtes Ziel war, die Majestät Bruno Ehlert und Königin Ricarda sowie die Ministerpaare Robert Herten mit Margot und Lothar Coenen mit Marion in einer tollen Party als Dank für eine „sensationelle“ Amtszeit zu verabschieden. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, stellte Türks mit Blick auf den fehlenden Nachfolger in der Königswürde fest. In der Bruderschaft weiß er um viele treue Mitstreiter. Zu ihnen zählt er Karl-Heinz Gaida, seit 25 Jahren Hauptmann. Der Schützenzug „Jung Strüesblome“ hatte eine Verlosung mit attraktiven Preisen vorbereitet.

Einen Grund zum Feiern bot ebenso die Höhe der Spende, die seit 1991 auf Anregung des verstorbenen ehemaligen Präses Pater Koos van Lent beim Krönungsball an eine soziale Einrichtung übergeben wird. Der eigens dafür gegründete Caricativ-Ausschuss finanziert die Hilfsmaßnahmen ausschließlich über Spenden und Aktionen der Bruderschaft. Barney Cruickshank und Dirk Hansen überreichten in diesem Jahr einen Spendenscheck über 8.500 Euro an die Hephata-Stiftung. Bezirksbundesmeister Horst Thoren gehörte zu den Gratulanten. Im tollen Ergebnis erkennt Hansen ein sichtbares Zeichen des Zusammenhalts von Bruderschaft und Ort. Sein Mitstreiter Cruickshank freute sich, dass mit der Wahl der Empfänger die Wertschätzung gegenüber den Bewohnern im barrierefreien Haus beim Bahnhof Korschenbroich gezeigt wird. Dort werden 14 mehrfach schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche betreut. Einrichtungsleiterin Vera Lohren und Teamleiter Manfred Offermann dankten herzlich. Sie verrieten, dass sie die großzügige Spende für eine Reise mit den jugendlichen Bewohnern zur Nordsee verwenden werden. „Da müssen wir noch das richtige Projekt entwickeln. Schließlich ist eine Reise mit den von uns betreuten Kindern und Jugendlichen mit mehr Aufwand und Logistik verbunden als dies bei einem durchschnittlichen Urlaub notwendig ist. Es soll ja für alle schön sein“, betonte Offermann.