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Kirchenvorstände neu gewählt im November

Korschenbroicher Pfarrgemeinden im Bistum Aachen : Kirchenvorstände werden neu gewählt

Am 17. und 18. November sind die Katholiken im Bistum Aachen zu Kirchenvorstandswahlen aufgerufen. Auch in Korschenbroicher Pfarrgemeinden werden diese Stimmabgaben ebenso vorbereitet wie die Kandidatenlisten.

Ein Kirchenvorstandsmitglied wird auf sechs Jahre gewählt. Der Frist mag manchen potentiellen Bewerber von einer Kandidatur abschrecken. So ist es auch bei den kommenden Kirchenvorstandswahlen wie bei anderen Vereinigungen in der Stadt: Händeringend werden Menschen gesucht, die mithelfen und Verantwortung übernehmen. „Es ist immer schwieriger geworden, Menschen aus der Gemeinde für die Aufgabe zu begeistern“, sagt Pfarrer Marc Zimmermann. Für die Kirchenvorstandswahlen am 17. und 18. November ist in den fünf Gemeinden der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG)-Korschenbroich zumindest eine Minimalbesetzung gegeben. Pfarrer Marc Zimmermann und Claudia Riße, Verwaltungskoordinatorin des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Korschenbroich, wären allerdings froh, wenn sich noch weitere Gemeindemitglieder für eine Kandidatur entscheiden könnten. Bis drei Wochen vor der Wahl ist es möglich, Ergänzungsvorschläge mit 20 unterstützenden Unterschriften einzureichen. Als großes Plus des Ehrenamtes nennt Zimmermann die Möglichkeit, in den einzelnen Kirchengemeinden sichtbare Erfolge mitzugestalten.

„Die Kirchenvorstände sind rechtlich notwendig. Sie sind ein wichtiges Gremium auf der Entscheidungsebene, was wir als Erbe erhalten und weiterführen müssen“, betont der Geistliche. Der Kirchenvorstand verwaltet die Liegenschaften und Finanzen der Gemeinde. Zu seinen Aufgaben zählt zum Beispiel die Erhaltung der Bauwerke und die Abwicklung der Spenden für karitative Zwecke. Jährlich müssen Haushalt und Jahresabschluss der vom Bistum genehmigten Gelder vorgelegt werden. Zur Entlastung werden anders als früher Personalentscheidungen und Lohnabrechnungen nicht mehr vom Kirchenvorstand, sondern vom Katholischen Kirchengemeindeverband organisiert.

„Die Arbeit im Kirchenvorstand ist eine ehrenamtliche Tätigkeit mit hoher Verantwortung. Wir brauchen kluge Köpf, die im Interesse der Gemeinde mit dem Geld sorgsam umgehen. Ich bin dankbar, dass ich im Bereich der administrativen Aufgaben eine große Entlastung durch Claudia Riße und die Mitglieder des Kirchenvorstandes habe“, sagt Zimmermann. Er versichert, dass für das Ehrenamt Kenntnisse im Finanzbereich und in rechtlichen Fragen wünschenswert sind, eine entsprechende berufliche Qualifikation aber nicht Voraussetzung ist. Gremiumsmitglieder sollten ebenso die Bereitschaft für „einen langen Atem“ mitbringen. Denn manche Prozesse, wie die aufwändige Kirchensanierung in St. Dionysius zum Beispiel, können langwierig sein. Alle drei Jahre wird die Hälfte der Gremiumsmitglieder neu gewählt. „So haben wir einen Kern,  und wir haben gleichzeitig Veränderung“, erklärt Zimmermann die Regelung zur Sicherung von Kontinuität bei fortlaufenden Prozessen.

Die Kirchengemeinden Korschenbroich, Kleinenbroich, Pesch, Herrenshoff und Liedberg sind innerhalb der GdG kirchenrechtlich selbständig und wählen jeweils einen eigenen Vorstand, der Menschen in den Kirchengemeindeverband entsendet. Die Mitgliederanzahl ist prozentual an die Gemeindegröße gebunden. so sollte zum Beispiel der Kirchenvorstand St. Dionysius Kleinenbroich (ohne den Pfarrer als Vorsitzenden) aus maximal zehn Mitgliedern bestehen. Zimmermann hofft auf hohe Wahlbeteiligung. „Die Wahl ist keine Kampfabstimmung, sondern eine Bestätigungs- und Motivationswahl. Die Gemeinde hat so die Möglichkeit, die Kandidaten in ihrer wichtigen Aufgabe zu unterstützen,“ so Zimmermann.