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Volleyball-Vereine im Kreis Kleve haben Verständnis für Corona-Auszeit

Volleyball : Die Vereine haben Verständnis für die Corona-Auszeit

Beim Kevelaerer SV wird jetzt wieder digital trainiert. Die SV Bedburg-Hau und der VBC Goch hoffen, dass der Nachwuchs nicht um eine Chance gebracht wird.

Bei den Volleyball-Klubs der Region trifft die Entscheidung, den Amateursport im November erneut in den Corona-Lockdown zu schicken, auf Verständnis. „Diese besondere Lage erfordert eben besondere Maßnahmen“, sagt Heike Thyssen, Trainerin des Kevelaerer SV, der ungeschlagen an der Tabellenspitze der Herren-Verbandsliga steht. Nicht so schön ist für sie und ihr auf Erfolgskurs steuerndes Team natürlich, dass der so gute Rhythmus, in dem sich die Mannschaft befindet, nun jäh unterbrochen wird. Jetzt wird beim Verbandsliga-Primus wie im Frühjahr wieder digital trainiert. „Ich gebe den Spielern Challenges vor“, sagt Thyssen und gibt lächelnd zu, dass es schon komisch sei, Übungen am Bildschirm vorzumachen.

Die Entscheidung zur Unterbrechung des Spielbetriebs kam auch für Stephan Reinders, Abteilungsleiter der SV Bedburg-Hau und Akteur des Verbandsligisten Kleverland Volleys, sowie Alexander Pötzsch, in Personalunion Coach beim Frauen-Bezirksligisten 1. VBC Goch und Spielertrainer der Kleverland Volleys, keineswegs überraschend. Pötzsch schwant sogar noch Schlimmeres: „Ich sehe es kommen, dass auch diese Saison nicht zu Ende gespielt werden wird.“ Er wünscht sich, dass der Spielbetrieb, wenn nicht mehr ab Dezember, dann doch ab Januar fortgesetzt werden würde.

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Für die jungen Spieler im Verbandsliga-Kader wäre das ebenso wichtig wie für die von ihm trainierten U-18-Juniorinnen der SV Bedburg-Hau. „Es wäre schade, wenn meine Mädels durch einen Abbruch der Saison um die Chance gebracht würden, zur Westdeutschen Meisterschaft zu kommen“, sagt Pötzsch. So sieht es auch Trainer Derk Wetzold vom 1. VBC Goch, der ebenso befürchtet, dass seine U-18-Junioren auf dem Weg zu diesen Titelkämpfen durch Corona gestoppt werden könnten.

„Es ist eine richtige Entscheidung den Spielbetrieb zu unterbrechen“, sagt Stephan Reinders, der nicht so pessimistisch wie Alexander Pötzsch nach vorne schaut. Wie auch für Kevelaers Trainerin Heike Thyssen ist es für ihn aber absolut keine Option, jetzt ausgefallene Spiele demnächst unter der Woche nachzuholen. Dies sei nicht nur wegen der längeren Anreisen in der Liga nicht möglich, sondern auch, weil viele Spieler dies aus beruflichen Gründen nicht leisten könnten.

Als eine eher vorstellbare Lösung sehen Reinders und Thyssen folgendes Szenario an. Die Saison wird erst im Januar fortgesetzt und dann – länger als bisher geplant – bis Mai oder Juni gespielt. Ein Ablauf mit Hin- und Rückrunde bliebe gewährleistet. Und die bestehenden Auf- und Abstiegsregelungen könnten beibehalten werden. Damit, so sehen es Thyssen und Reinders, könnte anders als in der vergangenen Saison ein erneuter Abbruch ohne Auf- und Abstieg verhindert werden.