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Trainer des 1.FC Kleve lobt die Arbeit des Fußball-Verbandes

Fußball : Coach des 1. FC Kleve lobt die Arbeit des Fußball-Verbandes

Umut Akpinar muss nach dem erneuten Lockdown jetzt wieder individuelle Trainingspläne für die Kicker des Oberligisten 1. FC Kleve erstellen.

Umut Akpinar, Trainer des 1. FC Kleve, hätte eigentlich ein Fußball-freies Wochenende gehabt. In der Oberliga steht kein Spiel für seine Mannschaft an, die Aufgabe in der ersten Runde des Niederrheinpokals hat der 1. FC schon am Mittwochabend bei seinem ungefährdeten 4:1-Sieg beim Bezirksligisten Viktoria Goch zur Zufriedenheit des Übungsleiters erledigt. Doch Akpinar muss sich doch etwas intensiver mit dem Thema Fußball befassen, nachdem die Politik am Mittwoch beschlossen hat, den Amateursport im November in den Lockdown zu schicken. Der Trainer muss sich Gedanken machen, wie er sein Team in den nächsten vier Wochen, in denen kein gemeinsames Training auf dem Platz erlaubt ist, in Form hält.

Das Prozedere ist ja nicht neu für Umut Akpinar. Schließlich hat er individuelle Trainingspläne für sein kickendes Personal schon zur Genüge aufgestellt, weil das Coronavirus dem Fußball bereits im März gestoppt hatte. Und das für einige Monate. Wie lange die Auszeit diesmal dauern wird, vermag niemand zu sagen. „Die Spieler werden von mir Anweisungen bekommen, wie sie sich durch Lauf- und Krafttraining individuell fit halten können. Das hat ja schon beim ersten Mal sehr gut geklappt“, sagt der FC-Coach.

Umut Akpinar betont allerdings, dass dies nicht das Training im Mannschaftskreis und mit dem Ball ersetzen könne. Deshalb geht er auch nicht davon aus, dass die Saison direkt Anfang Dezember fortgesetzt werden könne, wenn die Politik dann Grünes Licht für einen erneuten Re-Start des Amateursports geben sollte. „Zwei Wochen Training mit dem gesamten Team brauchen wir vor dem nächsten Meisterschaftsspiel schon“, sagt Umut Akpinar.

Dem Übungsleiter des Oberligisten war klar, das es wegen der steigenden Corona-Fallzahlen weitere Einschränkungen geben würde. „Doch ob die Einschnitte so radikal sein müssen, ist die Frage. Die Gastronomie oder die Sportvereine haben viel Mühe und Arbeit in Hygienekonzepte gelegt, die funktionieren. Es ist schade, dass sie jetzt wieder betroffen sind“, sagt Akpinar. Er bedauert die Pause auch, weil es beim Oberligisten zuletzt gut lief. „Es war viel Euphorie im Team. Und die Zuschauerzahlen sind wegen der guten Leistungen der Mannschaft zuletzt auch gestiegen.“

Der Klever Trainer hebt beim Thema die Arbeit des Fußball-Verbandes Niederrhein hervor. „Man muss die Arbeit der Funktionäre loben. Sie haben die Saison sehr gut geplant. Und es wurde immer sofort reagiert, wenn ein Corona-Verdachtsfall bestand. Die Spiele wurden prompt abgesagt“, so Akpinar.