Fußball: Im Spitzenspiel gab es keinen Sieger

Fußball : Im Spitzenspiel gab es keinen Sieger

Fußball-Kreisliga A Kleve-Geldern: Kevelaerer SV und SV Rindern trennen sich schiedlich-friedlich 1:1. Alemannia Pfalzdorf muss sich überraschend Kapellen-Hamb mit 1:4 beugen.

Im Spitzenspiel der Kreisliga A trennten sich Kevelaer und Rindern mit einem 1:1-Unentschieden. Für Aufsehen sorgte die bisher schlecht gestartete Arminia aus Kapellen-Hamb mit einem deutlichen Auswärtssieg beim selbsternannten Aufstiegsaspiranten aus Pfalzdorf.

Uedemer SV – SC Blau-Weiß Auwel-Holt 1:0 (1:0). Die Partie in Uedem war nichts für Fußball-Feinschmecker. Ein Großteil der Partie fand im Mittelfeld statt, da beide Teams ihr Hauptaugenmerk auf ihre Defensiv-Verbände gelegt hatten. So kam der Treffer des Tages bezeichnender Weise aus einem erfolgreichen Fernschuss von Peter Janßen in der 32. Minute zu Stande. „Das war ein Dreier aus der Abteilung Arbeitssieg mit dem besseren Ende für uns. Bei beiden Teams waren Chancen heute absolute Mangelware“, erklärte Uedems Trainer Martin Würzler. „Ich kann meinem Team bezüglich der Einstellung keinen Vorwurf machen“, lautete das Fazit von Auwel-Holts Coach Lars Allofs.

Blau-Weiß Herongen – Grün-Weiß Vernum 3:3 (2:1). „Nach drei, vier Latten- und Pfostenschüssen und den unnötigen Gegentoren habe ich gemischte Gefühle. Der Knoten will einfach nicht platzen“, bedauerte Sebastian Tissen, Trainer der Gastgeber. Pascal Bially und Ruiz Vlijter hatten Blau-Weiß zweimal in Führung gebracht. Philipp Stutzinger traf zum zwischenzeitlichen 1:1. Nach der Halbzeit ging Herongen durch Andreas Duwe und Marcus Brouwers in Front. Simon Ewald traf nach einer Stunde zum 3:3-Endstand. „Das 3:3 ist am Ende leistungsgerecht“, meinte Gäste-Trainer Sascha Heigl. „Das war ein offener Schlagabtausch und ein schönes Spiel für die Zuschauer.“

Kevelaerer SV – SV Rindern 1:1 (1:0). Im Topspiel des Spieltags zwischen Kevelaer und Rindern trennten sich die Kontrahenten 1:1. „Die erste Halbzeit geht an uns, die zweite an Rindern. Das Unentschieden ist gerecht“, beschrieb KSV-Coach Ferhat Ökce das Spiel kurz und bündig. „Leider sind wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so mutig aufgetreten, wie in Durchgang eins.“ Joris Ernst vom Ligaprimus Rindern sagte: „Mir haben die besonderen zehn Prozent, die man in einem Spitzenspiel benötigt gefehlt. In der Kabine bin ich dann ein bisschen lauter geworden.“ Seine Forderungen setzten die Rinderner nach dem Seitenwechsel dann um. Jefferson Gola egalisierte die Kevelaerer Führung durch Ben Hölzle. Zu mehr reichte es allerdings nicht.

TSV Nieukerk – GSV Geldern 2.2 (0:0). Keinen Sieger gab es zwischen Aufsteiger Nieukerk und Absteiger Geldern. Nach der TSV-Führung durch Max Brusius drehten die Gäste in Person von Skerdilaid Hashimusa das Spiel. Nach dem 2:2 durch Lukas Gertzen drückten die Platzherren auf den Sieg, der ihnen jedoch verwehrt blieb. „Über 90 Minuten ist das ein gerechtes Remis“, resümierte Wilfried Steeger vom TSV. „Erst war Geldern dem 3:1 näher und dann haben wir plötzlich auf die 3:2-Führung gedrängt.“ Ähnlich sah das GSV-Coach Erdi Ezer. „Beide Mannschaften haben heute ihren Chancen zum Sieg vertan. Das Unentschieden geht in Ordnung.“

SG Kessel/Ho-Ha – Union Wetten 2:0 (0:0). Der Aufsteiger aus Kessel konnte gegen Wetten bereits den dritten Sieg in Folge erzielen. In Halbzeit eins war die Partie noch recht ausgeglichen, da der Gast gut dagegenhielt, im zweiten Durchgang nutzen dann die Gastgeber ihre Möglichkeiten besser. Jens Schwarz und Philip Peters trafen zum verdienten Heimsieg.

„Wir waren 90 Minuten lang das bessere Team und haben am Ende auch verdient gewonnen“, analysierte Kessels sportlicher Leiter Gilbert Wehmen die Partie. Unzufrieden mit dem Ergebnis war Unions Spielertrainer Christian Offermanns. „Wir hatten uns eigentlich etwas anderes vorgenommen. Doch der Ausfall von gleich fünf Stammspielern war am Ende nicht zu kompensieren.“

Alemannia Pfalzdorf – Arminia Kapellen-Hamb 1:4 (0:1). Für die wohl größte Überraschung des Spieltages sorgte Arminia Kapellen-Hamb. Zuvor erst einen Punkt aus vier Partien auf dem Konto, gewann die Mannschaft von Trainer Andreas Holla am Ende auch in der Höhe verdient mit 4:1 in Pfalzdorf. Bereits nach acht Minuten brachte Thomas van Loo die Gäste in Führung.

„In der Folge hatten wir einige Male echtes Glück, nicht den Ausgleich und Schlimmeres zu kassieren“, analysierte Gäste-Trainer Holla Durchgang eins. In einer durch viele Unterbrechungen geprägten Partie sorgten dann van de Loo und Frank Boos für die 3:0-Führung für die Arminia.

Den Anschluss durch Martin Koenen (87.) konterte Dominik Bellen (88.) zum Endstand. „Das war heute ein katastrophales Spiel unserer Mannschaft. Wir haben nie in die Partie gefunden“, zeigte sich Pfalzdorfs Trainer Markus Hierling sehr enttäuscht.

„Wir werden jetzt die Kirche im Dorf lassen. Das war unser erster Sieg. Nicht mehr und nicht weniger“, blieb Arminen-Trainer Holla auch nach den Auswärtspunkten geerdet.

SV Nütterden – SV Donsbrüggen 3:1 (0:0). Einen klaren Derbysieger gab es in der Partie zwischen Nütterden und Donsbrüggen. Mit 3:1-behielt der Aufsteiger am Ende verdient die Oberhand. Nach torloser ersten Halbzeit, in der die Gastgeber schon einige Chancen vergaben, brachte Marcel Reintjes seine Farben in Führung. Alexander Böhmer traf zum 2:0 ehe Torben Bucksteeg in Minute 90 der Anschluss gelang. Doch im Gegenzug sorgte erneut Reintjes für den Endstand.

„Das war ein komisches Spiel, das wir am Ende hochverdient gewonnen haben“, erklärte Joachim Böhmer, Trainer der Gastgeber. „Natürlich ist eine Niederlage in einem Derby immer enttäuschend. Aber für mehr war unsere Leistung heute zu schwach“, zeigte sich Christian Roeskens als fairer Verlierer.

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